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#015 – Wie du mit den richtigen Planungsritualen deine Ziele erreichst

Wir haben den 2. Advent. Es ist bald Weihnachten. Eine Zeit in der wir uns besinnen auf Familie und Werte. Viele von uns gehen zu Weihnachten das eine mal im Jahr in die Kirche, besuchen am 25. und 26. Dezember die Familie und Freunde … Wir kaufen Geschenke und machen uns Gedanken um die die uns wichtig sind … Nach Weihnachten denken wir über unsere Ziele nach, fassen Neujahrsvorsätze und dann beginnt alles von vorne …

Das alles sind Rituale … diese Rituale machen uns als Gesellschaft aus … herzlich willkommen zu einer neuen Folge von attacke – dem Podcast für Unternehmehr, Selbst & Ständige und all jene die nicht länger Zeit gegen Geld tauschen wollen … Mein Name ist michael und ich freue mich, dass du heute wieder mit dabei bist …

In der heutigen Folge möchte ich mit dir über meine Planungs-Rituale sprechen und mit welcher Methode ich versuche meine Rituale bewusst zu steuern. Rituale helfen uns, Ziele zu erreichen. Wenn dich dieser Gedanken näher interessiert, dann hör in Folge 2 hinein, da habe ich mich einer ganzen Folge dem Thema Ziele gewidmet. Und auch in Folge 7 dreht sich alles um eine Methode, um Ziele zu erreichen – der 90 Day Run, den ich mir aus dem Netzwork Marketing abgeschaut habe.

In vielen Planungstools und auch in vielen Büchern – insbesondere für das eigene Business, gibt es einen Ziele Bereich, der dann meist einen Bereich von 5-7 Jahren enthält, und diesen dann runter bricht. Also z.B. 5 Jahre, 3 Jahre, 1 Jahr, Quartal usw.

Ich habe vor einigen Jahren aufgehört meine Ziele in diesen Zeitabschnitten zu denken. Als ich mit 19 meinen ersten Business Plan geschrieben habe, gab es einige Punkte, die für mich keinen Sinn machten. Damals musste man noch der Bank einen business Plan als Gründer vorlegen, um ein Konto zu bekommen und als HAK Absolvent und WU Student wußte ich natürlich was ein Business Plan ist und wie man diesen erstellt und gleichzeitig wußte ich auch schon, dass viele dieser Punkte nicht vorhergesagt werden können und in jegliche Richtung laufen können. Für mich war das daher Zeitverschwendung das überhaupt zu machen.

Ein Beispiel: Die Berechnung der Einnahmen. Man kann in einer Finanzplanung Ausgaben perfekt eintragen. Die steuert man, die hat man in der Hand. Selbst unerwartetes kann man in einer Finanzplanung als eine Art Puffer mitberücksichtigen. Aber Einnahmen? Ja man kann verschiedene Szenarien berechnen. Aber letztenendes ist jedes der Szenarien ein Blick in die Glaskugel.

Ich möchte damit den business Plan nicht in Frage stellen, denn es ist der gesamte Prozess, den man da durchläuft, sich wirklich intensiv mit seiner Idee auseinanderzusetzen. Und das hilft in jeder Phase, nicht nur am Anfang. Es ist absolut wichtig, seine Ziele zu kennen, wie will man sie denn sonst je erreichen?

Für mich machte es in meiner Erfahrung jedoch über die Zeit immer wenig Sinn – einen so langen Zeitraum detailiert zu planen.

Ich persönlich fange bei einer grundsätzlichen Vision an und diese hat kein Datum – das ist die Richtig in die ich will. Und ich habe eine Bucketlist … ich habe ein kleines Büchlein das passt in jede Hosentasche und da habe ich auf jeder Seite ein Todo, ein Ziel, eine Sache die ich einmal in meinen Lebem machen möchte oder erreichen möchte, eingetragen. Da sind Reisen eingetragen, da sind Menschen mit denen ich einmal zusammen arbeiten möchte ebenso eingetragen wie auch z.B. meine visionen für mein Business.

Diese Bucketlist hat kein Datum, kein 7 Jahresziel, kein 5 Jahresziel … das sind mir wichtige Dinge, die ich in meinem Leben erreichen möchte. Dieses kleine Notizbuch habe ich nicht jeden Tag mit oder so. Aber es ist immer griffbereit und ich blättere es regelmäßig durch. Aktuell sind 80 Punkte eingetragen … und ab und zu kommt noch ein neuer Punkt hinzu.

Mein Zeithorizont, den ich wirklich Plane und für den ich meine Rituale bewusst versuche zu entwickeln, ist 1 Jahr max 1,5 Jahre. Alles darüber hinaus, ist in meiner Erfahrung von so vielen Variablen abhängig, dass es keinen Sinn macht das zu planen. Wir leben in einer so schnell sich verändernden Welt, in der jedes Jahr so viele neue Dinge entstehen und so ist es gerade im eigenen Business notwendig, offen für diese neuen Möglichkeiten zu sein. Ein 5 Jahresplan ist also meist nach wenigen Monaten schon überholt.

Mein Jahr fängt im September an – ähnlich einem Schuljahr und hört im August auf. Das hat nichts mit der Schule zu tun, sondern in meinem Medienhaus habe ich schon früh begonnen, den August als Auszeit zu nutzen, weil da einfach tote Hose ist. Es war in meiner Branche fast niemand erreichbar. Ich wohne gleich neben Wiens Innenstadt im Freihausviertel und hier haben im August die Geschäfte zu. Den ganzen August! Ja. Unvorstellbar für eine 2 Millionen Stadt. Ist aber so. Also habe ich irgendwann begonnen den August für organisatorisches, Urlaub, Jahresplanung usw. zu nutzen und darauß hat sich mein eigener Rhtymus entwickelt, so dass mein Jahr mit September beginnt.

Ich plane somit im August meine Jahresziele für alle meine Lebensbereiche und für mein business. Der Zeitraum ist dann september bis Dezember des Folgejahres, also nicht ganz 1,5 Jahre.

Und das ist mein erstes Planungs-Ritual. Jedes Jahr im August fliege ich seit vielen Jahren nach Barcelona, packe mein Journale und ein paar Bücher ein und schotte mich eine Woche ab. In der Woche lese ist viel, hinterfrage die letzten Monte, den Business Plan, meine Ziele usw. und Heraus kommt dann mein Jahresplan für die nächsten Monate.

Mein zweites Ritual sind meine Power-Days. Das ist die verkürzte Version von Barcelona. Ich fliege alle 3 Monate für 3-4 Tage in eine Stadt oder in ein Thermenhotel und beschäftige mich die 3 Tage wieder nur mit mir, meinen Zielen und meinem Business. In den letzten Jahren war ich die 3 Tage meistens in Berlin, in London oder Paris – ein Ort also, an dem ich schon oft war – aber eben nicht in Wien. Es geht für mich dabei darum raus zu kommen aus meiner gewohnten Umgebung, damit mein Kopf sich vom Alltag lösen kann, aber kein neuer Ort ist, wo ich viel zu Abgelenkt bin von den vielen neuen Eindrücken. Auch gut für diese Power Days sind Orte einfach in der Natur, wie z.B. ein Thermenhotel, wo es eben nicht um Ablenkung und neue Eindrücke geht, sondern um die Monotonie der Natur.

3 Monate sind für mich in den Jahren der Zeitraum geworden, in dem ich mich gedanklich bewege. Meine 3 Monate sind September bis November. Dezember bis Februar, März bis Mai und Juni bis August. Also im August plane ich nicht nur die nächsten 1 bis 1,5 Jahre, sondern am Ende dann auch den Zeitraum September bis November und das im Detail.

Ich überlege mir meinen Engpass in jedem Projekt bzw. jedem Ziel. Ich nutze die Getting Things Done Methode und überlege mir zu jeden Ziel 2 konkrete Schritte, die ich angehe bzw. erfülle. Zur Engpass-Theorie und Getting Things Done Methode kann ich gerne eine eigene Podcast Folge aufnehmen. Wenn dich das interessiert, dann schreib mir doch bitte einfach auf Instagram. Wenn hier Interesse besteht, nehme ich dazu gerne eine Folge auf.

So ca. 2 Wochen vor Ende einer 3 Monatsperiode, als so ca. Mitte November, Mitte Februar usw. bin ich dann 3-4 Tage irgendwo und beantworte für mich meine Leitfragen, analysiere mein Journaleinträge, plane die nächsten 3 Monate, passe z.B. meine Content Strategie an, überlege mir welche Rituale notwendig sind, um ein Ziel zu erreichen, beschäftige mich auch mit der Frage, welche Rituale ich streichen kann, oder welche ich nicht umgesetzt habe und wie ich sie umsetzen kann usw.

Diese Power Days – deswegen heißen sie auch so – sind meine persönliche Kraftquelle … Ich beschäftige mich drei Tage nur mit mir. Ich nehme mir eine Auszeit. Ganz bewusst – egal wie stressig es ist. Natürlich könnte ich die Leitfragen und Ziele auch – sagen wir an einem Vormittag – erledigt haben … es geht jedoch um das ganze rund herum ebenso. Das Wegfahren. Das Ankommen. Das Frühstücken im Hotel. Das Spazieren gehen in der Stadt und Nachdenken über die eigenen Ziele. Die Eindrücke die man gewinnt. Dann Relaxen in einer anderen Umgebung. Ich nehme mir für diese 3 Tage z.B. auch immer ein ganz spezielles Buch zum Lesen mit oder ein Video oder einen Online-Kurs, den ich für diese Tage als hilfreich oder nützlich erachte usw.

Diese jährliche Ritual und diese alle drei Monate wiederkehrenden Power Days sind in den letzten Jahren so stark ein Teil von mir geworden, dass ich ohne sie ein bisschen verloren bin. Gerade im aktuellen Jahr, war es für mich schwer, dieses Ritual umzusetzen. Und ich merke, wie unvollkommen ich mich dadurch fühle.

Das ist die Macht von Ritualen. Wir alle würden uns komisch fühlen, wenn wir plötzlich kein Weihnachten mehr haben. Und ganz egal, ob wir uns selbst als religös bezeichnen oder nicht – wir in unseres Gesellschaft sind umgeben von christlichen Werten, Traditionen und Ritualen. Wir haben heute den 2. Advent. Das ist ein Teil von uns, es macht uns aus. Es gibt uns einen Rahmen. Einen festen Punkt im Jahr, der immer wieder kommt. An dem wir uns festhalten und orientieren können.

Mein nächstes Planungsritual ist dann auf Wochenbasis. Ich plane jeden Sonntag meine Woche. Und dann habe ich noch ein Morgenritual und Abendritual um den Tag zu planen.

Diese Rituale – also sowohl mein jährliches Ritual im August in Barcelona, meine Power Days alle 3 Monate, meine Wochenplanung am Sonntag und mein Abendritual – haben alle eines gemeinsam: Es geht um Planung, um einen Rahmen für den nächsten Zeitraum und gleichzeitig auch um Controlling, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Richtung neu anzupassen.

Das mache ich mit Leitfragen. Ich habe also Leitfragen für den Tag. Andere Leitfragen für die Woche, andere für meine Power Days und wiederrum andere für meine Jahresplanung.

Diese Leitfragen sind ein Analysetool, dass helfen soll, sich mit Fragen zu beschäftigen, die man sich sonst im Alltag nicht stellt. Meine genauen Leitfragen erfährst du in einer der kommenden Podcastfolgen. Abonniere daher am besten, solltest du das nicht schon gemacht haben, diesen Podcast, damit du die Folge nicht verpasst.

Durch die Beantwortung der Leitfragen erkenne ich Abweichungen zwischen der Ist-Situatuion und meinem Ziel. Aber auch helfen diese Fragen zu erkennen, ob man überhaupt die richtigen Ziele und Schritte zur Erreichung gewählt hat. Daraus entsteht ein neues Bild, dass mir dann für die Planung des nächsten Zeitraums hilft.

Hast du ähnliche Planungsrituale? Z.B. gerade jetzt um die Weihnachtszeit? Hinterfragst du dein Jahr? Deine Ziele? Hast du Neujahrsvorsätze? Ich freue mich mehr zu erfahren, wie das bei dir abläuft. Schreib mir doch bitte auf Instagram Aus den inspirierendsten Antworten mache ich dann gerne eine neue Podcast-Folge, denn durch diese Antworten profitieren wir alle noch ein Stücken mehr.

Ich wünsche dir einen schönen 2. Advent oder wann auch immer du diese Folge hörst – noch ein erfolgreiche Woche. Danke, dass du wieder bis zum Ende ran geblieben bist. Nimm 2-3 Gedanken der heutigen Folge mit auf deine Todo Liste, z.B. das Todo dir feste Rituale für deine Planung und deine persönliche Auszeit zu überlegen und natürlich auch das Todo diesen Podcast an Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen. Vielen Dank. Bis nächten Mittwoch. Attacke!