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#003 – Umgang mit Krisen mit Simone Walther

Willkommen zu einer neuen Folge von Attacke! – dem Unternehmer Podcast. Hier geht es um alles, was dir dabei hilft, deine Zeit noch besser zu nutzen, dein Unternehmen hoch zu skalieren und vor allem dich aus deinem Unternehmen rausnehmen zu können. Die heutige Folge verdanken wir René. Er hat mir eine Nachricht auf Instagram geschickt – vielen Dank dafür.

Falls du eine Frage hast oder einen Themenwunsch zu einer Podcastfolge, dann schick mir doch bitte gerne auf Instagram eine Direct Message, gerne auch als Voicemessage.

Ich stelle euch in meine Stories immer wieder meine Interviewgäste vor und du kannst mir dann direkt über den Fragebutton deine Fragen senden.

René hat sich eine Folge zum Thema Resilienz gewünscht. Nachdem das nicht meine Expertise ist, habe ich heute einen Gast aus meinem Unternehmensnetzwerk eingeladen und ich werde mit ihr über Stress, Burnout und den Umgang mit Krisen sprechen.

Sie ist Mentaltrainerin, betriebliche Gesundheitsberaterin und begleitet Unternehmen und ihre Mitarbeiter bei der Stressbewältigung. Liebe Simone herzlich willkommen.

Simone Walther im Interview

Simone: Danke, dass ich da sein darf. Danke für die Einladung.

Michael: Magst du vielleicht zur Einleitung, damit dich meine Zuhörer und Zuhörerinnen kennenlernen, zwei drei Sätze über dich zu erzählen?

Simone: Ja, gern. Mein Name ist Simone Walter. Ich bin 46 Jahre alt. Komme ursprünglich aus der Schweiz und schon seit mittlerweile fast 27 Jahren in Wien. Ich bin Mentaltrainerin und habe in die Selbstständigkeit gewechselt.

Michael: Ganz leicht hört man es. Ich habe vorhin überlegt wo kann ich das zuordnen.

Simone: Das Schweizer Deutsch ist zwar nicht ganz da. Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter Holländerin und so gehts bei uns auch zu Hause – ein Mischmasch.

Michael: Multikulti, wunderbar. Du hast ja auch gerade gesagt, dass du dich selbstständig gemacht. Du hast dich, ich glaube vor gut einem Jahr Selbstständig gemacht. Erzähl mal, was hat dich dazu bewogen?

Simone: Ich war lange Zeit in großen Unternehmen tätig. Da habe ich gemerkt, es ist nicht das, was ich möchte. Im Laufe der Zeit habe ich viele Ausbildungen gemacht. Mich hat es dazu bewogen Menschen zu helfen. In großen Unternehmen ist mein Gefühl, dass der Mitarbeiter eine Sache ist und einfach nicht ausreichend als Mensch behandelt wird. Als ich dann mit Mentaltraining konfrontiert worden bin und auch die Ausbildung als betrieblicher Gesundheitscoach gemacht habe, war für mich klar, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, dass ich in die Selbstständigkeit wechsle.

Letztes Jahr war es dann soweit. Das Unternehmen, für das ich gearbeitet habe, ist in den DC-Tower übersiedelt und ich wurde immer Seekrank. Und das war für mich ein Stressfaktor. Das war meine Chance in die Selbstständigkeit zu wechseln.

Michael: Im welchem Stock seid ihr gewesen?

Simone: Wir waren im 54. Stock. Also von der Aussicht her wundervoll, zum Arbeiten auch. Es war ein Großraumbüro, sehr schön eingerichtet, also topmodern. Doch wenn das permanent schwankt, dann ist das doch eher stressig und die Arbeit rückt in den Hintergrund.

Michael: So jetzt rückwirkend betrachtet – jetzt ist ein Jahr vorbei: Wie war es am Beginn? Mit was hattest du zu kämpfen? Ging alles glatt oder wie war das?

Simone: Absolut nicht. Ich war zuerst der Meinung: Jetzt bin Ich da. Ich bin Mentaltrainerin und alle brauchen mentale Gesundheit. Also ich habe sehr viel Potenzial am Markt! Weil Stress ist einfach nach wie vor die Krankheit Nummer Eins und so dachte ich, dass ich automatisch Klienten bekomme. Ich hatte zwar schon davor ein, zwei Personen. Doch als es dann wirklich darum ging, die Selbstständigkeit aufzubauen und die Klienten zu aktivieren, kam schneller heraus, dass das doch schwieriger ist und dass das auch nicht so einfach ist, wie man zuerst geglaubt hat. Also es steckt sehr viel Arbeit dahinter.

Michael: Okey. Was ist so dein Ziel?

Simone: Mein großes Ziel, meine Vision ist es in ein paar Jahren ein Zentrum für mentale Gesundheit zu haben. Also alles, was mit Prävention zusammenhängt, verschiedenster Berufssparten in einem Haus drinnen, dass der Patient keine große Wege auf sich nehmen muss und alles wirklich in einem Haus ist.

Michael: Spannend. Viel Erfolg damit. Du hast es gerade gesagt: Stress ist immer noch Krankheitsbild Nummer Eins und gerade Unternehmer und vor allem auch Selbstständige gerade zu Beginn, arbeiten oft sieben Tage die Woche, vielleicht 10, 12, 14 Stunden am Tag – man möchte schließlich was aufbauen, möchte etwas erreichen und das möglichst schnell natürlich.

Man macht vieles zum ersten Mal, dadurch dauert auch alles viel viel länger als man es sich vielleicht vorgestellt hat. Man lässt dann vielleicht auch das ein oder andere Essen aus, geht nicht mehr zum Sport.

Sind das schon Anzeichen, wie Stress anfängt? Wann merkt man, dass es doch zu viel wird? Weil gerade am Anfang, wenn man diese 10, 12, 14 Stunden arbeitet, die machen einem doch Spaß. Wo fängt Stress an?

Simone: Wie du es richtig gesagt hast, wenn man in die Selbstständigkeit geht, macht man Arbeit die einem Freude bereits, das ist keine Arbeit mehr, sondern ich gehe einer Tätigkeit nach, die Spaß macht und bei der ich gleichzeitig auch Geld verdienen kann und deswegen investiert man auch sehr gerne, sehr viel Zeit. Ich kenne es von mir. Ich habe 14, 15 Stunden gearbeitet, weil es einfach so viel Spaß macht.

Man merkt das gar nicht, dass man keine Pausen mehr macht. Die Mittagszeit fällt auch weg. Im Angestelltenverhältnis hat man noch geregelte Zeiten. Die Mittagspause wird einem automatisch abgezogen. In der Selbstständigkeit heißt es Selbstorganisation. Wenn man da anfängt, die eigenen Bedürfnisse, zurück zustellen – man geht nicht mehr so oft zum Sport, man trifft Freunde nicht mehr, usw – es dreht sich nur noch um Arbeit. Dann ist das ein Anzeichen, dass da Stress beginnt.

Michael: Worklife Balance – ein Begriff der letzten Jahre. Viele Selbständige und auch ich bin der Meinung, dass das Wort Work-Life-Balance diese Bereiche trennt. Wir Selbstständige wir verbinden Work mit Life. Wir kennen Work in dem Sinn, gar nicht. Wie ist das aus deiner Erfahrung? Bei deinem Klienten, bei deinem Kunden und auch bei dir selbst? Nimmst du das getrennt wahr?

Simone: Am Anfang ist es wirklich so, dass es auch zusammen ist. Es fließt ineinander. Ich mache z. B. immer noch Home-Office. Ich habe jetzt kein Büro, sondern bei mir im Wohnzimmer habe ich einen Tisch aufgestellt und einen zusätzlichen Bildschirm. Das ist dann mein Büro. Da ist das für mich oft eine große Herausforderung das komplett zu trennen. Einerseits ist das sehr angenehm. Home-oOffice ist jetzt durch die Situation rund um Corona für viele so ein ähnliches Thema. Man kann sich die Zeit einteilen, wie man es möchte. Wenn man das jedoch nicht gut trennen kann, dann kann sich daraus auch Stress entwickeln.

Michael: Home-Office, bleiben wir vielleicht kurz dabei. Wenn mal als Selbstständiger im Homeoffice ist, die Kinder zu Hause sind und die unterbrechen dich. Was ist so Dein Erfolgsrezept? Wie gehst du damit um, dass du unterbrochen wirst oder wie findest du schnell wieder zurück?

Simone: Da ist auf alle Fälle die richtige Kommunikation mit seinem Umfeld, sehr wichtig. Das heißt es muss richtige Regeln geben. Wenn ich nicht gestört werden möchte. Wenn ich jetzt z. B. eine Aufnahme mache, habe ich vor der Tür, ein „bitte nicht stören“ Schild. Und wenn die Tür offen ist, dann kann man mich stören. Da gibt es eine Ampelregelung, die haben wir eingeführt im Lockdown. Das hat auch gut funktioniert.

Michael:  Wie altsind deine Kinder?

Simone: Ich habe zwei Töchter, die sind 19 und bald 21. Also die verstehen das. Bei kleinen Kindern wird das schwieriger. Ich arbeite mit Müttern, die haben Erfahrungen gemacht, dass ihre Kinder dennoch immer wieder reinkommen. Diese verstehen das einfach nicht, dass da jetzt Arbeit ist, wo die Eltern zu Hause sind und dennoch nicht spielen könenn. Und da ist es wieder, wie du es beschrieben hast, man wird permanent unterbrochen. Man braucht auch wieder eine gewisse Zeit, um in Dinge rein zu kommen. Man verschiebt die Arbeitszeit, das heißt man hat dann eher die Zeit als Arbeitszeit, so bald die Kinder schlafen. Das kann anstregend sein.

Michael: Für mich war das Thema Work-Life-Balance, nie so ein Thema. Ich habe das noch nie getrennt. Wenn ich eine Auszeit nehme, dann nehme ich mir die. Wenn man die Möglichkeit nicht hat, folgt am Ende irgendwann das sogenannte Burnout. Ich habe auf deiner Homepage, bei der Vorbereitung, gelesen dass du selbst auch 2008 nahe dem Burnout gewesen bist. Wie kamm es dazu? Wie kammst du da wieder raus? Wie hast du das gemerkt?

Simone: 2008, als ich mich scheiden ließ, was das ein sehr großer Stressfaktor für mich. Ich war der Meinung, dass ich alles alleine machen muss. Ich wollte keine Hilfe annehmen. Ich wollte Allen beweisen, dass ich das alleine schaffe. Ich brauche euch nicht! Ich hatte damals einen 40-Stunden-Job. Meine Kinder waren noch klein. Die waren so zwischen 6 und 8 Jahre jung. Also in einem Alter, wo sie noch die Mutter brauchen und nicht total selbständig sein können.

Ich bin damals so hin und her, bin zeitig aufgestanden, habe alles vorbereitet und die Kinder in die Schule gebracht. Von der Schule aus, direkt in die Arbeit, in den ersten Bezirk, meinen Vollzeit-Job erledigt. Dann kam vielleicht auch manchmal ein Anruf von der Schule, dass die Kinder krank sind oder irgendwas anderes fällt an. Aber ich war immer der Meinung, ich schaffe alles alleine. Ich habe dann Arbeit auch mit nach Hause genommen. Man möchte seine Arbeit schließlich fertig machen und möchte den Kollegen nicht die Arbeit extra aufhalsen. Die haben selbst auch schon genug zu tun. Am Wochenende war ich auch für die Firma erreichbar. Im Urlaub habe ich E-mails kurz durchgearbeitet. Und so wurde das ein immens großer Stressfaktor.

Ich hatte keine Zeit mehr für mich und ich habe das nicht gemerkt.

Ich habe dann Gott sei Dank mein Umfeld, das auf mich geschaut hat und mich darauf hingewiesen hat: „Bitte, Simone mach irgendetwas. Das was du tust, wie du lebst, ist nicht gesund“ Du bist wirklich schon fast am Limit!“

Ich habe es so nicht gesehen. Mit den Kindern bin ich zur psychologische Betreuung, damit diese die Scheidung gut verarbeiten können. Aber auf mich selber, habe ich keine Acht gegeben. Einmal bin ich mit meinen Kindern mit gegangen und da machten wir eine Übung, bei der ich gemerkt habe: Ich renn‘ am Zahnfleisch. Das geht einfach so nicht weiter!

Das war so meine erste Berührung mit Mentaltraining. Ich hatte schon angefangen Bücher zu lesen, gewisse Übung zu machen. Aber man braucht einen Rhythmus. Man muss es täglich praktizieren. Wenn man das nicht tut, ist es wie ein Muskel, den man verkümmern lässt. Man beginnt einmal zu trainieren, dann hat man Muskel aufgebaut, dann vergisst man mal. Macht Pause und dann beginnt man fast wieder von vorne, und genauso ist es im mentalen Bereich.

Alles was ich einmal erlernt habe, ist nur mit täglichem Gebrauch wirklich zu festigen. Das war mir damals noch nicht bewusst. Ich habe viel gelesen, doch die Anwendung selber hat einfach gefehlt. Ich kam zwar schon in einem Bereich, in dem es mir wieder gut tat, aber so in kleinen Ars**tritt, habe ich dennoch immer gebraucht. Von selbst habe ich es einfach nicht gesehen.

Ich wollte einfach mehr wissen und habe dann die Ausbildung zur diplomierten Mentaltrainerin gemacht. Da geht es wirklich ins Eingemachte, das heißt man hat dann einen Trainer, der dich dann darauf hinweist, mit der richtigen Fragestellung.

Warum bist du so wie du bist? Woher kommt das? Das ist dann schon sehr emotional. Das kann man aus Büchern nicht lernen. Man verweigert die wirklich wichtige Frage sich zu stellen, weil es könnte weh tun. Deswegen ist es auch so wichtig einen Trainer beiseite zu haben, der die wichtigen und vorallem die richtigen Fragen stellt.

Nach der Ausbildung war für mich klar, irgendwann ist es soweit, dass ich Menschen helfen möchte, aus dieser Situationen raus zu kommen und erst gar nicht rein zu kommen. Das heißt mit den ersten Anzeichen diese verspüren, gleich die richtigen Techniken und Methoden zu erlernen um auch ein glückliches Leben zu führen.

Michael: Jemand aus deinem Umfeld hat gemeint, du es wird langsam Zeit dass du da was änderst, oder dass du da mal drauf schaust. Man selbst merkt es ja vielleicht doch gar nicht. Man ist ja verliebt als Selbstständiger, was man tut. Was können unsere Zuhörer und Zuhörerinnen jetzt mitnehmen, wenn sie jemand im Umfeld haben? Woran erkennt man das? Gibt es da so zwei, drei Punkte auf die man schauen kann? Oder was sind so die ersten Anzeichen, dass man näher hinschauen sollte?

Simone: Sicher ist es eine  Möglichkeit, wenn man jemand im Umfeld hat, auf das man vertraut. Wenn die merkem dass ich Symptome habe oder oft gereizt reagiere, wenn ich vielleicht laut oder nervös werde. Das ist schon mal ein wichtiger Schritt, um einfach mal das Bewusstsein zu erhalten. Das dumme ist jedoch nur: Wir selber merken das gar nicht! Wir spielen das dann alles runter. Hier braucht es Selbstreflexion. Das Umfeld muss in diesem Fall hartnäckig bleiben und immer wieder dran stoßen und drauf aufmerksam machen, dass man eben jetzt anders reagiert auf gewisse Situationen.

Michael: Ich habe in meiner Einleitung erwähnt, dass ch dich heute eingeladen habe, weil René sich auf Instagram (hier geht es zu meinem persönlichen Profil), mehr über das Thema Resilienz gewünscht hat.

Ich habe mir das mal ganz kurz gegoogelt. Da steht:

Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit, ist die Fähigkeit Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen.

Wikipedia

Das war mein Einstieg in das Thema. Ich kannte den Begriff vorher gar nicht. Gerade in der aktuellen Situation rund um Corona ist das für viele bestimmt ein interessantes Thema. Wie kann ich mit so einer Krise umgehen? Wie lange dauert das alles? Was kommt danach auf mich zu? Wie geht es beruflich weiter und so weiter. Wie gehe ich mit dem Thema um?

Simone: Resilienz, wie du schon gesagt hast, sind die innerliche Ressourcen die wir aktivieren und Resilienz basiert auf sieben Säulen. Es kommt immer wieder vor, dass wir in unserem Leben Situationen haben oder Krisen, die uns aus der Bahn werfen. Unser Leben ist wie eine Achterbahn. Wir können uns in diese Opferrolle begeben und zusehen, wie arm wir sind oder wir sehen einfach in jeder Möglichkeit auch Chancen sich weiterzuentwickeln.

Das Umfeld ist zum Beispiel eine der Säulen, in der Resilienz, die sehr wichtig ist. Ich fange von oben an. Zunächst haben einmal Optimismus. Ob ich jetzt ein Glas halbvoll oder halbleer sehe, hat großen Einfluss auf unsere Denkweise. Ob ich eher alles negativ sehe oder ob ich im negativen Bereichen auch was Positives entdecke.

In der Selbständigkeit hat mich jetzt z.B. Corona sehr nach hinten geworfen. Ich habe jetzt drei mal wieder neu durchstarten müssen und jedes Konzept dass ich entworfen habe, ist wieder zunichte gemacht worden, durch eine neue sich ändernde Bestimmung.

Die Situation ist jetzt einfach so. Was kann ich jetzt daraus machen? Diese Fragen in den Vordergrund stellen und dass mein Leben nicht nur negativ belastet ist, sondern: Es wird wieder besser! Darauf zu vertrauen, dass es auch einfach besser wird.

Die zweite Säule, das ist die Akzeptanz.

Love it, change it or leave it.

Ich kann die Situation nicht ändern. Sie ist einfach da. Ich muss sie akzeptieren. Es kommt immer drauf an, wie ich darauf reagiere.

Ist es in meinem Einflussbereich, kann ich es wirklich ändern? Nein! Die Situation rund um Corona kann ich nicht ändern! Die ist da.

Kleiner Vergleich ist es auch: Ich habe einen Termin und fahre mit dem Auto und komme in den Stau. Das ist ein unvorhersehbares Ereignis. Die Situation ist so. Ich kann mich jetzt grün und blau ärgern: Jetzt verpasse ich den Termin! Ich komme zu spät! Oder kann ich mich fragen, was ist  los? Ich kann zu mir sagen: „Ja die Situation ist da, aber was kann ich jetzt tun?“ Ich kann meinen Kunden anrufen, ihn darauf aufmerksam machen, dass ich im Stau stehe und ich nicht weiß, wie lange das daueren kann. Ich kann die Frage stellen: „Haben Sie vielleicht nachher noch Zeit oder mach wir gleich einen anderen Termin aus?“ Entweder er hat Zeit, dann ist er auch schon beruhigt oder ich habe den zweiten Termin, stehe im Stau und ich kann ganz ruhig weiter fahren, die Situation oder diese Zeit anderswertig nutzen.

Wie reagiere ich darauf? Ist entscheidend! Eine Wahl habe ich immer. Ich muss diese nur sehen. Dadurch ergeben sich auch Gelegenheiten. Weil jeder Bereich in dem ich reinkomme, gibt mir wieder Möglichkeit für was anderes.

Bei mir war es zum Beispiel vor Corona so, dass ich nur 1:1 Kontakt persönlichen mit meinem Kunden hatten im Training. Und plötzlich hieß es: Du darfst nicht mehr arbeiten! Was mache ich jetzt? Keine Ahnung, wie lange das jetzt dauert!

Alle reden jetzt von online – von Zoom. Zoom ist mittlerweile schon so was wie das Synonym von Corona geworden. Das Einzige was ich machen kann, ist mein Wissen niederzuschreiben und ein Online-System daraus zu machen. Damit beginnt wieder etwas! Und das hat natürlich einen großen Vorteil gehabt. Plötzlich war ich nicht nur Wien und Umgebung fokussiert. Sondern auf einmal stand mir der komplette DACH-Raum zur Verfügung bzw. jede Person, die Deutsch spricht. Das heißt mein Klientenpotenzial war auf einmal viel größer geworden.

Michael: Oh, wow. Das ist ein mega spannendes Thema. Ich glaube da war jetzt auch schon recht viel Imput und einige Impulse dabei. Du weißt ja nur durchs Umsetzen, kannst du was verändern und ich glaube da waren heute zwei, drei Punkte für deine To-Do-Liste mit dabei. Wenn du mehr erfahren möchtest, dann bleibe auf jeden Fall dran und abonniere bitte diesen Podcast. Kennst du jemanden, der von dieser Folge profitieren sollte? Dann bitte leite ihm diese Folge weiter! Danke.