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#030 – Vertraust du auf dich und deine Stärken?

In meiner heutigen Folge nehme ich dich in ein paar Gedanken mit, die mir so an meinem Geburtstag in den Sinn kommen.

Ich hatte gestern Geburtstag. Juchu, ich bin um einen Tag älter geworden. Ja, du hast richtig gehört. einen Tag. 😉

Und damit willkommen zu einer neuen Folge von Attacke! Dem Podcast für Unternehmer, Selbst & Ständige und all jene, die nicht länger Zeit gegen Geld tauschen wollen. Mein Name ist Michael und ich freue mich, dass du heute wieder mit dabei bist.

Ich hatte gestern einen Austausch via Zoom mit dem lieben Alex und ein paar der Gedanken haben mich dazu inspiriert diesen Podcast aufzunehmen, um ein paar der Gedanken auch mit dir zu teilen.

Mit dem Alex gibt es übrigens eine gemeinsame Podcastfolge. Also falls du wissen, willst, wer dieser Alex ist, hör einfach mal in die Folge 14 – wie gewohnt zu finden unter attacke.show/14. Er hat übrigens mit Athletengeflüster auch einen eigenen tollen Podcast mit vielen spannenden Gästen. Den Link dazu findest du genre in den Shownotes.

Jetzt hatte ich schon ein bisschen öfter die Gelegenheit mir an meinem Geburtstag die Frage zu stellen, was ich so in den letzten Jahren erreicht habe und wie viel von meinem Leben schon um ist, wie viel da noch kommt und was ich so die nächsten Jahre erreichen kann und möchte.

Ich finde es immer wieder spannend, mir so bewusst zu machen, wie unterschiedlich wir Zeit wahrnehmen und bewerten.

So mit 30 war es das erste Mal, wo ich mir das bewusst gemacht hatte. Damals lagen so rund 10 Jahre berufliche Laufbahn hinter mir. Nichts, im Vergleich zu dem was noch kommt. Und gleichzeitig aber auch eine ganz schön ordentliche Zeit.

Damals mit 30 konnte ich für mich feststellen, dass ich bereits einmal Selbstständig war. Dann meinen ersten richtigen Job angenommen habe und dort binnen zwei Jahren alle möglichen Karrierestufen mit Ausnahme der Geschäftsführung durchlaufen habe. Danach Job gewechselt habe, um dort mit 24 die Verantwortung für 80 Mitarbeiter zu übernehmen und ebenfalls wieder binnen gut zwei Jahren unternehmensweite Standards implementiert habe, die teilweise noch über viele Jahre nach meinem Abgang im Unternehmen Anwendung fanden.

Mit 26 hatte ich begonnen mein Medienhaus aufzubauen – und auch dort konnten wir uns nach 2-3 Jahren eine gute Marktposition aufbauen.

Es ist im Nachhinein betrachtet immer wieder erstaunlich, wie schnell wir eigentlich erfolgreich werden können. In meiner Erfahrung war das im beruflichen Kontext immer binnen 1-2 Jahren möglich.

Mir persönlich gab das bisher immer Sicherheit und bestärkte mich auch in meinen Entscheidungen, neues Auszuprobieren, sei es einen neuen Job oder in die Selbstständigkeit zu gehen. Das Risiko zu scheitern ist aus meiner Sicht so gering, weil was sind schon ein oder zwei Jahre, um gegebenenfalls nochmals neu zu starten, wenn es doch schief gehen sollte?

Und diesen Gedanken möchte ich dir heute mitgeben und dich einladen für dich selbst einmal zu reflektieren, wie viel Risiko du bereit bist für deinen Erfolg zu nehmen. Oder ob dass ein Grund ist, warum du dich selbst bremst.

Jetzt wurde ich gestern wieder um einen Tag älter und habe damit ein ganzes Jahr vollendet und meine erstmaligen Erkenntnisse, die ich mit 30 machte, sind nun auch schon 12 Jahre her.

Also befinde ich mich so plus minus in der Hälfte der üblichen Arbeitszeit, die unser System bis zum Pensionierung vorsieht. Auch wenn das nicht wirklich meinem Rahmen und meiner Denkweise entspricht, so geht es natürlich dennoch um die Frage, was möchte ich mit den nächsten Jahren anstellen und was ist a noch alles möglich.

In den meisten Kalendern oder Planungstools werden Zeiträume von 5-10 Jahren für eine Zielplanung vorgeschlagen. Stefan Merath hat zum Beispiel 7 Jahre als guten Zeithorizont für Unternehmer in seinen Büchern vorgeschlagen.

Wenn ich das mit meiner Laufbahn vergleiche, wären 7 Jahre, eigentlich 2-3 Meilensteine. Und wenn ich mir da die Frage stelle, ob ich zu Beginn als ich z.B. den ersten Job angenommen habe, damit gerechnet hätte, binnen so kurzer Zeit die Verantwortung für zig Mitarbeiter zu übernehmen, hätte ich vermutlich den Kopf geschüttelt und gesagt, dass das in so kurzer Zeit nicht möglich ist.

7 Jahre, 10 Jahre … das ist eine verdammt lange Zeit, egal in welche Richtung man sie denkt, also in die Zukunft oder zurück in die Vergangenheit. Vorausgesetzt natürlich man ist aktiv und nutzt sie.

Es ist erstaunlich, wie viel wir uns in ganz kurzer Zeit zumuten. Was wir alles in eine Woche stecken wollen, manchmal sogar in einen einzigen Tag … und wie wenig wir uns aber in 2, 3 Jahren zutrauen – geschweige denn von 7 oder 10 Jahren.

Ich persönlich versuche mich daher auch gar nicht zu sehr auf diese Fragen zu konzentrieren. Ich durfte für mich mehrfach erfahren, dass jeder Neustart mich binnen relativ kurzer Zeit, also innerhalb von einem, zwei, vielleicht drei Jahren zu einer sehr guten Position führte. Egal ob das als Angestellter der Fall war oder als Selbstständiger.

Ich kann also darauf vertrauen, dass selbst wenn etwas schief geht, ich in sehr kurzer Zeit mit etwas anderem wieder nach vorne kommen kann. Das ist doch ein relativ kurzer Zeitraum, wenn man dem 40, 45 Jahre übliches Berufsleben gegenüberstellt. In 40 Jahren, kann man also nach meiner Rechnung theoretisch gut 15 Mal neu starten, um nach 2-3 Jahren wieder in einer entsprechend komfortablen Lebenssituation zu sein.

Die Generation vor mir und unsere Schulbildung ist es zum Teil noch heute davon geprägt, dass man ein oder zwei Jobs annimmt und dort ebenso zig Jahre verbringt. Das lässt uns – aus meiner Sicht – jedoch sehr klein denken. Denn es suggeriert, dass es eben zig Jahre braucht, bis man etwas erreichen kann.

Auch suggeriert es uns, dass Erfolg eben begrenzt ist und deswegen dauert es auch so ewig lange und für manche geht es gut aus und für andere nicht.

Dabei ist doch das schöne am Erfolg, das jeder Erfolg haben kann. Wenn ich an meinen Zielen arbeite und diese Step by Step erreiche, dann ist das doch Erfolg. Und damit nehme ich niemanden etwas weg. Ich kann eines oder mehrerer meiner Ziele erreichen und du gleichzeitig auch deine.

Für mich persönlich kommt bei der Beurteilung von Zeit auch noch ein wesentlicher Faktor hinzu:

Wir Menschen bewegen uns nur aus zwei Gründen: Lust und Schmerzvermeidung. Wir wollen also entweder Lust verspüren, etwas gutes Essen, etwas erleben, uns belohnen … oder wir wollen aus einer Situation möglichst schnell wieder heraus, die uns Unbehagen oder so gar Schmerz bereitet.

Dabei ist Schmerz der wesentlich größere Antreiber, als Lust. Wir sind also eher dazu bereit auf Lust zu verzichten, wenn wir dabei Schmerz vermeiden können.

Die große Kunst ist es also, für sich selbst einen Weg zu finden, ein gewisses Grad an Schmerz zu akzeptieren, um Lust zu erfahren.

Wenn jemand abnehmen möchte, dann muss man eine Zeit lang Schmerz in Kauf nehmen, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu haben. Der Schmerz wäre hier die Anstrengung beim Sport, der Verzicht auf gewisse Lebensmittel, aber auch der Verzicht auf Freizeit, die man jetzt eben für Sport oder für das Lernen von neuen Rezepten oder ähnlichem aufwendet

Wenn jemand Muskeln zulegen möchte, ist auch das mit Anstrengung, Verzicht usw. verbunden, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu haben.

Neue Dinge lernen, Fähigkeiten verbessern, egal was … es bedarf einer gewissen Anstrengung, Schmerz, Verzicht … um früher oder später dann ein Ergebnis zu erzielen.

Ein neues Unternehmen gründen heißt einige Monate, oder einige Jahre Verzicht. Verzicht auf Familienfeiern, Freunde, Kino und Ähnliches. Ein neues Projekt im Unternehmen aufzubauen, bedeutet wiederrum Verzicht auf vielleicht andere Projekte, auf Ressourcen oder auch hier wieder auf Zeit mit der Familie usw.

Es ist also eine Art Deal, den wir eingehen. Und die Frage die wir uns stellen, lautet: Wie lange sind wir bereit diesen Deal einzugehen, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

Wenn uns unser Planungstool also vorschlägt, uns Gedanken über unsere Ziele für die nächsten 7 oder 10 Jahren zu machen, schreien in mir sofort alle Unlust Stimmen auf. So attraktiv kann ein Ziel gar nicht sein, dass ich 7 oder 10 Jahre daran arbeiten möchte.

Und das ist schade, denn ich glaube es geht vielen so. 7 oder 10 Jahre ist eine so unvorstellbar lange Zeit, für das was wir annehmen, in diesen 7-10 Jahren erreichen zu können. Das Verhältnis passt einfach nicht und damit auch der Deal nicht.

Und je älter wir werden, desto wertvoller wird die Zeit, die wir für einen Deal bereit sind, einzusetzen.

Ich stelle mir also nicht die Frage nach den nächsten 7 oder 10 Jahren.

Weder lässt mein Kopf es zu, hier wirklich groß zu denken. Noch scheint ein Deal für 7 oder gar 10 Jahre als attraktiv. Auch das Risiko würde von mir als zu hoch bewertet werden.

Stattdessen fokussiere ich mich auf die kommenden Monate, bis maximal ein Jahr.

Bin ich bereit die nächsten Monate alles zu geben?

Bin ich bereit ein Jahr zu investieren?

Bin ich bereit die nächsten 90 Tage Gas zu geben?

Das sind meine Fragen, die ich leicht mit ja beantworten kann. Weil ich sie leicht überblicken kann.

In meiner letzten Podcast-Folge habe ich dir von meiner Bucketlist erzählt. So lange die gefüllt ist, habe ich genug Ziele, die ich erreichen möchte.

Und wenn ich an meinem Geburtstag reflektiere, wie die letzten Jahre, mittlerweile Jahrzehnte waren, gibt mir das Vertrauen, dass ich alle Punkte auf meiner Bucketliste erreichen werde.

Vertrauen, dass in kurzer Zeit echt viel möglich ist.

Vertrauen, dass es kein Risiko gibt, zu Scheitern, weil selbst wenn, ein Neustart binnen 1-2 Jahren möglich ist.

Vertrauen, dass es mir schon so oft gelungen ist, dass es auch die nächsten Jahre klappen wird.

Vertrauen, dass ich im Nachhinein wieder erstaunt sein werde, wie wenig Zeit notwendig war und damit wie wenig Verzicht und damit letztendlich wie fair der Deal war, den ich andersrum nie eingegangen wäre.

Vertraust du auf dich und deine Stärken?

Mit dieser Frage, sage ich danke, dass du wieder bis zum Schluss geblieben bist. Ich hoffe, es waren ein paar Impusle für dich mit dabei und ich freue mich, wenn du mir 5 Sterne da lässt, als Feedback, gerne auch als Rezession.

Bis zum nächsten Mal. Hol dir deine Ziele. Attacke!