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#005 – meine 5 Learnings mit LinkedIn (Buchtipp: Personal Branding mit Natalia Wiechowksi dem LinkedIn Einhorn)

  • Jeder hat eine Personal Brand – auch jene, die keine aktiv gestalten.
  • LinkedIn ist kein Online-Lebenslauf, sondern eine Landingpage
  • Mein erstes Fotoshooting
  • Dokumentiere vs. Kreiere
  • die 5-Schritte-Formel für Kontaktanfragen

Ich bin noch neu auf LinkedIn und für mich ist das Thema im Moment besonders spannend – einerseits um mein Netzwerk zu vergrößeren, andererseits aber auch um z. B. meine Agentur oder auch diesen Podcast sichtbar zu machen.

Linkedin hat sich im deutschsprachigen Raum erst entwickelt und vor allem immer mehr Unternehmer sind dort aktiv vertreten. Richtiges Netzworking ist dort also wirklich noch möglich.

Und was LinkedIn auch spannend macht: Wenn man nach dir googelt, ist dein LinkedIn Profil immer gleich an erster Stelle. Das ist somit kostenlose Werbung für dich.

Vor gut 15 Jahren habe ich noch jede LinkedIn Einladung, die ich per E-Mail bekommen habe, gelöscht. Mir war das zu amerikanisch. Die Optik hat mich nicht angesprochen und ich wollte auch nicht auf jeder Plattform sein – wer hat schon so viel Zeit? Damals war Facebook und Xing gerade im Kommen und ich verbrachte meine Zeit eher dort.

Jedoch jeder hat eine zweite Chance verdient. Xing ist mittlerweile eine Recruiting- und Job-Plattform und die nutze ich gar nicht mehr in dem Ausmaß, wie noch vor 5 oder 10 Jahren. Facebook nutze ich ebenso nur noch für Werbung. Mein Fokus liegt viel mehr auf Instagram. Und jetzt eben auch verstärkt auf LinkedIn.

Da ich Natalia – das LinkedIn Einhorn – 2018 bei einem Online Seminar in München kennenlernen durfte – sie gilt als die Expertin zu dem Thema Personal Branding und Linked –, habe ich mir natürlich Ihr Buch (Personal Branding mit Natalia Wiechowski) besorgt.

Ich habe mein Profil auf LinkedIn vor einem halben Jahr aktiviert und in der heutige Folge möchte ich mit euch über meine Erfahrungen rund um LinkedIn, Social Media und Content Produktion sprechen.

Meine 5 Learnings

Ich habe fünf Learnings aus Dr. Nats Buch rausgenommen und ich möchte mit euch in jeden Punkt kurz rein gehen:

1. Jeder hat eine Personal Brand – auch jene, die keine aktiv gestalten

Jeff Bezos (Amazon): „Deine Marke ist das was andere über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist.“ Für mich übersetzt, ist das eher der Ruf. Natalia spricht das auch in ihrem Buch an.

Ruf = Reputation = Ansehen einer Person. Hier geht es um den Glauben, wie jemand ist (oft haben ganze Berufsgruppen einen Ruf und der wird übernommen … also z.B. Ärzten werden automatisch Eigenschaften zugesprochen, ohne noch, dass wir den Arzt selbst persönlich kennen.)

Eine Personal Brand geht von einem selbst aus. Ich persönlich finde die Definition von Jeff Beszos daher nicht treffend.

Ich habe andere Definitionen gefunden, die es aus meiner Sicht besser beschreiben:

Mit einer Personenmarke definierst du selbst, wie du dich in der Welt präsentierst. Deine Werte, deine Inhalte, dein Äußeres, deine Kommunikation.

Ein Ruf hingegen wird von außen bestimmt. Eine Personal Brand soll dir also dabei helfen, diesen Ruf von außen zu beeinflussen.

Eine andere Definition find ich auch noch passend:

Eine Marke ist langlebig und stabil. Ein Ruf hingegen verändert sich rasch und ist Trends unterworfen.

Jeder hat eine Personal Brand. Auch wenn du nicht aktiv daran arbeitest. Das ist Fakt.

Daher solltest du sie aktiv gestalten. Gerade Social Media bietet Möglichkeiten dazu, die wir vor wenigen Jahren noch gar nicht hatten. Heute kann tatsächlich jeder an seiner Personal Brand arbeiten.

Und wie erwähnt geht es hier um Werte, um Kommunikation. Wofür möchtest du stehen? Was ist dir wichtig?

Ich habe mich intensiv damit im Sommer beschäftigt und muss sagen, so einfach ist das nicht zu beantworten. Also man muss sich da schon hinsetzen und echt intensiv darüber nachdenken. Obwohl ich Pläne liebe, bin ich jemand, der Wege auch einfach geht, noch ohne einen exakten Plan zu haben.

So war es auch in diesem Fall: Ich habe mich über Wochen immer wieder mit diesem Thema beschäftigt. Ich habe Bücher gelesen, im internet recherchiert und mir immer wieder Fragen rund um meine Personal Brand gestellt.

Also ich habe mich nicht einen Tag hingesetzt und die Brand erarbeitet, sondern bei mir war und ist das ein Prozess der über Wochen immer wieder punktuell passierte. So formte sich über Wochen ein Bild, dass für mich immer greifbarer wurde.

Fragen, die ich mir in der Zeit immer wieder gestellt habe, waren z.B.

  • Was kannst du gut?
  • Was fällt dir leicht?
  • Wo ist dein roter Faden?
  • Was macht dir Spaß?
  • usw.

2. LinkedIn ist kein Online-Lebenslauf – sondern eine Landingpage

Linked-In ist kein Online-Lebenslauf. Es ist eine Landing-Page. Eine Landing-Page verfolgt ein klares Ziel: Dich so interessant zu gestalten, dass Menschen darauf Zeit verbringen, um dich kennenzulernen, um mit dir in Kontakt zu treten.

Dazu ist es notwendig, dass das Profil entsprechend gestaltet wird. Also z.B. durch ein passendes Foto, einen Profil Slogan usw.

Aus meiner Sicht:

Ein Lebenslauf listet vom Verständnis her alles auf was für eine Bewerbung wichtig ist. Eine Landing Page hingegen minimiert die Information soweit, so das zwar einerseits ausreichend Information da ist, um genügend über dich zu erfahren, andererseits jedoch Interesse entsteht, noch mehr über dich erfahren zu wollen und kombiniert mit einem klaren Call-To-Action.

Und im Idealfall ist das nur eine einzige Botschaft mit einer klaren Handlungsaufforderung. Damit wir nicht verwirrt werden bzw. damit uns die Entscheidung auch leicht fällt.

In meiner Erfahrung sind wir oft verleitet, möglichst viel anzubieten. Auch muss ich mich immer wieder dazu zwingen, vieles wegzustreichen, zu minimieren und zu vereinfachen.

Sei es zu viel an Information oder auch z.B. Kontaktmöglichkeiten … Wir haben Angst, dass der Besucher unserer Landingpage kein Interesse an dem einen hat, also bieten wir auch etwas zweites, drittes und viertes an.

Eine übliches Praxis auf Landingpages für Produkte und Dienstleistungen im Internet ist es z.B. das sonst übliche Menü im Kopf einer Webseite und den sonst üblichen Footer (also die Informationen und Links am Ende einer Website) wegzulassen. Das hat ganz einfach den Hintergrund, damit es KEINE anderen Ablenkungen und keine anderen Möglichkeiten gibt – also der Fokus auf dem Produkt oder der Dienstleistung liegt, nach dem Motto: Nimm die Dienstleistung oder lass es.

Wir neigen sonst einfach dazu den Fokus rasch zu verlieren.

Das kannst du selbst ausprobieren. Wenn ich z.B. nach etwas im Internet suche, dann klicke ich die ersten Ergebnisse an … oft ist es dann so, dass die Information auf der Seite nicht gefunden wird und ich schnell zurück zu den Suchergebnissen gehe. Und dann ist es so, dass auf der einen oder anderen Seite eine Information angezeigt wird, die ich spannend finde, aber eben nicht mit dem Suchergebnis zusammen passt – aber doch spannend. Also klicke ich drauf, weil könnte man ja mal brauchen oder vielleicht ist es ein Thema, an dem ich sowieso gerade arbeite … und schwubs habe ich das ursprünglich Ziel die eine Information zu finden, aus dem Auge verloren und kehre oft erst Minuten später oder auch überhaupt nicht mehr zurück zu dem was ich ursprünglich wollte.

Und genau dasselbe passiert auf deinem LinkedIn Profil.

Daher runter mit all den vielen Ausbildungen, die nicht wirklich relevant sind. Runter mit den vielen Jobs, die du irgendwann mal gemacht hast, und nicht auf das klare Ziel, dass du jetzt erreichen möchtest, einzahlen.

Ich habe mich zwar schon seit etlichen Jahren, fast schon Jahrzehnten nicht mehr beworben, aber in meiner Laufbahn schon mehrere Tausend Bewerbungen und somit Lebensläufe gelesen. Und ich fand es immer nervig und mühsam, mich durch eine Wurst von Jobaufzählungen durch zu wühlen, um herauszufinden, wo genau der Anküpfungspunkt für die Bewerbung ist.

Also meine klare Empfehlung: Deine bisherigen Jobs, deine bisherigen Ausbildungen sollten die eine klare Botschaft hervorheben und unterstützten. Alles andere streiche oder kürze stark zusammen.

Denn bedenke – und da nehm ich wieder das Google Such-Beispiel von vorhin –, wenn du nicht sofort das findest, wonach du suchst, klickst du zurück und bist wieder weg – die zweite, dritte und vierte Information, die sieht niemand mehr, wenn ihm/ihr nicht die erste schon interessant erscheint.

Die Angst, das Eine könnte nicht interessieren, deswegen noch das Zweite und Dritte – löst sich also nicht dadurch, dass wir 2, 3 Dinge präsentieren. Ist das Erste nicht interessant, geht der neue Kontakt sowieso wieder.

3. Mein erstes Fotoshooting

Den dritten Punkt, den ich aus Natlias Buch mitnehme, sind ihre Tipps zum ersten Fotoshooting. Weil auch ich, diesen Sommer mein aller erstes profesionelles Fotoshooting hatte und ich wusste bisher auch nicht so wirklich, wie ich das richtig mache. Meine eigenen Fotos waren eher immer Zufall, ob ich mir da gefalle oder nicht. 99 % landeten meist wieder im Müll.

Ja klar, Passfotos vom Fotografen hatte ich schon. Aber das ist nicht vergleichbar. Vor allem, weil du da genauen Richtlinien entsprechend musst, hinsichtlich Blickwinkel, Mimik usw.

Natalia gibt in Ihrem Buch folgende Ratschläge:

A.) wähle den richtigen Fotografen aus (Es gibt Sportfotografen, Headshot, Food-Fotografen -> ich denke du erkennst, dass das nicht der richtige für dich wäre)

Ich habe dazu in meinem Netzwerk herum gefragt und ich bin so vorgegangen, dass wir zunächst ein Erstgespräch gemacht haben und uns kennengelernt haben. Einfach mal zu schauen, ob die Sympathie passt.

Wir haben dann ein Probeshoot vereinbart. Und die ersten Minuten waren wirklich komisch.

Einerseits war das im Freien … man muss sich also mal mit dem Gedanken anfreunden, dass da jetzt irgendwer zuschaut, während drei Personen rund um dich versuchen, dich in Szene zu setzen.

Andererseits wusste ich auch nicht, wie ich stehen soll, wohin ich schauen soll und was ich mit meinen Händen anfangen soll.

Daher ist es wirklich wichtig, dass du mit einem Fotograf zusammen arbeitest, mit dem du dich gut verstehst. Damit du nicht an dieser Front auch noch kämpfst.

Der zweite Tipp von Natalia ist:

B.) Stöbere durch deine Liebingsmagazine oder schau in den sozialen Medien, welche Fotos dir gefallen.

Ich habe mit meiner Fotografin ein Moodboard auf Pinterest angelegt. D.h. du kannst z.B. auf Instagram, Facebook usw. wenn dir ein Foto gefällt, dass mit einem klick auf Pinterest hinzufügen und mit deinem Fotograf teilen ohne dass du die Fotos kopieren, speichern oder ähnliches musst. Pinterest sammelt und macht das für dich.

Es hilft deinem Fotograf zu verstehen, wie er dich inszenieren soll.

In unserem Probeshoot haben wir so gut 10 Minuten einfach mal ein bisschen herum probiert und erst dann haben wir versucht, die Bilder, die ich vorher auf Pinterest hinzugefügt habe, versucht nach zu machen.

Der nächste Tipp von Natlia ist:

C.) Stelle dir 2-3 Outfits zusammen. Denke auch an Asscessoires. Gerade am Anfang solltest du alles weglassen, was zu viel ist. Zu viel Ausschnitt. Zu kurze Röcke, Hosen. Zu hohe Absätze. Zu viel Schmuck. Usw.

Bekomme zunächst einmal ein Gefühl dafür, wie du auf Fotos wirkst. Zu viel vom rund herum, wirkt oft unelegant oder auch billig.

D.) Stell dich vor einen Spiegel und übe Posen. Wie hältst du den Kopf. Wie stehst du? Dabei geht es mir darum ein Gefühl zu bekommen und nicht die beste Pose zu finden.

Das was ich empfehlen kann ist, dass du ständig in Bewegung bleibst. Natürlich ist das vom Fotograf abhängig. Aber es ist nicht so, dass man sich hinstellt und dann 10 Minuten so steht und der Fotograf macht dann ein Foto und alles kommt auf dieses eine Foto an. So hatte ich das früher irgendwie im Kopf und so entsteht natürlich auch ein bisschen die Angst, was ist, wenn ich falsch stehe.

Es ist dann aber so, dass du eigentlich alle paar Sekunden dich bewegst, die Hand rauf gibst, die Hand runter gibst. Den Fuß vorgibst, die Blick änderst. In die Kamera schaust, neben die Kamera schaust usw. … also eigentlich bist du die ganze Zeit in Bewegung.

Dein Fotograf hilft dir dann sowieso, in dem er dir sagt, was du wiederholen sollst oder welche Pose gerade gut war.

Die letzte Empfehlung von Natalia lautet:

E.) Versuch dich zu entspannen. Sie es als ein persönliches Geschenk an dich. Geh vielleicht noch zum Friseur oder ins Kosmetikstudio. Versuche am Tag davor keine zu großen Mahlzeiten zu dir zu nehmen, damit du keinen Blähbauch hast und dich gut fühlst. Mach das was dich entspannt und genieße den Tag.

Aus meiner Sicht auch der wichtigste Punkt. Wie vorhin erwähnt: Lass dich nicht von den Menschen rund um dich ablenken oder nervös machen, blende diese aus. Es ist das Normalste auf der Welt, dass wir fotografiert werden. Also kümmere dich nicht um die Blicke der anderen, konzentriere dich auf den Fotografen und dich selbst.

Atme durch und genieße es.

4. Content

In den Sozial Medien geht es um Content. Um Bilder, Texte, Botschaften …

Wir machen uns alle viele Gedanken über das Kreieren von Content. Was kann ich alles posten und wird das interessieren und wird das gefallen usw.

Dr. Nat widmet diesem Thema viel Platz in ihrem Buch und betont, dass es gerade am Anfang sehr einfach ist Content zu kreieren, in dem du dich nicht auf das Kreieren von Content sondern auf das Dokumentieren konzentrierst.

Auch Gary Vee betonte das immer wieder.

Mit Dokumentieren ist gemeint, dass du in deinem Alltag darauf achtest, was du selbst gerade machst, wo du selbst gerade bist … und diesen Moment festhältst. 2-3 Zeilen dazu schreibst und schon hast du Content erstellt.

  • Du bist in einem Meeting -> wunderbar. Mach ein Foto von dir und deinem Gesprächspartner.
  • Du sitzt gerade mit Laptop im Café -> Mach ein Foto von deinem Laptop und deiner Tasse daneben, schreib 2-3 Zeilen was du gerade arbeitest -> ist es ein Kundenprojekt, bereitest du gerade etwas vor -> und du hast einen neuen Post.

So bekommst du Schritt für Schritt ein Gefühl dafür.

Für mich persönlich war es zunächst einmal eine Hürde, die Storyfunktion zu nutzen. Also da nicht nur Bilder und kurze Moment rein zu geben, sondern dass ich mich selbst hinstelle und in die Kamera spreche. Die ersten Aufnahmen haben 1-2 Stunden gedauert, weil ich gut 20 Versuche immer wieder gelöscht habe. Heute geht das wesentlich flüssiger und ich brauch mittlerweile nur noch 1-2  Versuche. Letztendlich ist es wie mit allem im Leben: man wird besser.

Ich hatte einen Gedanken, der mich immer wieder zurück hielt, nämlich „Wenn ich einmal beginne, was ist wenn mir nichts mehr einfällt?

Und mit Sicherheit gab es da noch ein paar andere Glaubenssätze in mir, die mich davor zurück gehalten haben …

Jedoch auf der anderen Seite bin ich jemand, der weiß, dass Wachstum und Veränderung nur außerhalb der Komfortzone stattfinden und ich daher natürlich zunächst einmal dieses Gefühl von Unwohlsein aktiv suchen muss, damit es sich nach ein paar Tagen wieder normal und gut anfühlen kann.

Ein paar andere Gedanken, die ich auch versucht habe, stärker zu bewerten waren und sind z.B.

  • In Amerika macht das jeder, da wirst du eher angeschaut, wenn du dich nicht selbst mit dem Handy filmst.
  • Auch bei uns gibt es Menschen, die ein paar Hundertausend Follower haben – auch diese haben einfach irgendwann angefangen.
  • Wäre ich heute erst in der Schule, würde ich es dann nicht auch einfach machen. Damals in der Schule haben wir doch alles ausprobiert.

Usw.

Dann war da für mich die Frage nach dem wie anfangen? Vor allem, weil da ja schon Follower sind, und bisher habe ich nichts gesagt in die Story. Muss ich da irgendwie irgendwas erklären, oder kann nich einfach losreden?

Alles in allem Fragen, die einen davon abhalten, einfach loszureden. Denn ganz ehrlich – nach 24 Stunden ist alles wieder weg und keiner weiß was du gestern gemacht hast. Und natürlich kannst du es vorher wieder löschen.

Ich bin also am Anfang so vorgegangen, dass ich mir einfach jeden Tag die Frage gestellt habe: Was hätte ich heute gepostet? Also nicht: Was möchte ich posten, sondern umgekehrt. Gab es irgendwas heute, dass ich heute posten hätte können? Und nach zwei Wochen, war auf meiner Liste jeden Tag zumindest ein Punkt, meistens aber deutlich mehr.

Also war das die Antwort auf meine Frage: Was ist, wenn mir nichts mehr einfällt? Irgendwas fällt dir immer ein! Irgendwas bietet sich immer an! Und jetzt noch das wichtigste: Es ist vollkommen in Ordnung, auch mal ein, zwei Tage nicht zu posten.

Wenn du jetzt nicht nur dokumentieren möchtest, oder das schon eine Zeit lang gemacht hast, wird dir auffallen, dass du immer mehr ins eigentliche Kreieren von Content gelangst.

Es entstehen einfach Ideen und Gedanken. Und ich persönlich notiere mir die alle in meinem Notizen am iPhone. Und die gehe ich immer wieder durch und erstelle darauß meinen Contentplan für die kommenden Tage.

Du solltest dir im klaren sein, was ist dein Ziel mit deinem Social Media Account und das was wir vorhin im ersten Punkt angesprochen haben, wofür stehst du als Personal Brand. Was sind deine Werte? Was willst du kommunizieren? Wofür stehst du?

Daraus leite ich meine Überschriften ab und ich versuche für jede Überschrift Themen zu finden. Daraus entstehen dann Posts.

Wenn ich meine Notizen am iPhone durchschaue, überlege ich mir dann, zu welcher Überschrift passt das oder wie kann ich das so formulieren, dass es auf das Thema einzahlt. Ich überlege mir, ob ich ein Foto oder ein Video dazu nehme, oder ob ich einen reinen Text poste. LinkedIn bietet ein paar andere Möglichkeiten also z.B. Instagram. Bei Instagram kannst du ohne Foto nichts posten.

Was sind so die Möglichkeiten, die sich anbieten? Das kann sein …

  • Ein Gespräch/eine Situation, die ich neulich hatte
  • Einen Artikel, den ich gelesen habe
    • Was war gut?
    • Was war schlecht?
    • Was würde ich noch hinzufügen?
  • Eine Doku/ein Video dass ich gesehen habe
  • Eine Lektion/ein Misserfolg
  • Eine Erfolgsgeschichte/Meilensteine
  • Kundenfeedback
  • Kundenfragen
  • Kundengeschichten / Testimonials / Interviews
  • Twitter/Linkedin „Trends“ -> Hastags suchen/schauen
  • Lebens/Businesshacks
    • Mehr Umsatz
    • Mehr Zeit
  • Saisonale / regionale Trends
  • Dankbarkeits Post (warum bin ich XY dankbar, wo hat er/sie mich unterstützt?)
  • Fragen stellen -> Interaktion fördern (Auf LInkedIn kannst du z.B. Umfragen machen)
  • Hinter den Kulissen
  • Mitarbeiter zeigen ihren Workflow/arbeitsalltag

Löse ein Problem deiner Follower!

wo bekommst du die Probleme her?:

  • Analysiere die Kommentare von deinen Followern oder die Fragen der Follower von jenen Personen die ähnliches wie du machen
  • Schau in Foren
  • Nutze youtube -> welche Fragen werden dort beantwortet zu denen auch du etwas sagen kannst

Dein Post kann

  • Interessant -> biete Mehrwert
  • Informativ -> habe einen Lerneffekt
  • Emotionen -> Big Brother / Voyorismus / Persönlichkeit

Ich persönlich habe einen Rahmen, d.h. ich überlege mir welche Formate für mich passen und setze die dann in eine Reihenfolge. Als z.B. Montags immer eine Umfrage oder am 1. des Monats immer ein Dankeschön usw. Das macht es mir leichter, meine Ideensammlung, meine Ziele und Überschriften dann mit dem richtigen Format zu kombinieren.

Anders als auf anderen Plattformen ist es bei LinkedIn noch so, dass du mit einem Post richtig gute organische Reichweite bekommst. Während es auf Facebook nahezu unmöglich mittlerweile ist, dass du dort in die Sichtbarkeit kommst und ein Post viral geht, bei Instagram es immer schwieriger wird und auch bald so wie bei Facebook sein wird – was zum Teil bereits passiert – so ist es bei LinkedIn so, dass noch jeder der mit dir verbunden ist deinen Post sieht.

Vielleicht nicht am selben Tag, sondern Tage später, aber er sieht ihn. Und jeder der deinen Post liked spielt ihn damit an seine Kontakte ebenso aus – dass nennt sich viral gehen. Plötzlich sehen deinen Post, deinen Kommentare, deine Liked ein paar Hunder, ein paar Tausend Menschen – obwohl du vielleicht nur einen Bruchteil in deinem Netzwerk hast.

Schon allein deswegen ist LinkedIn aktuell so beliebt.

5. Kommen wir zum letzten Punkt: Wie kann man sein Netzwerk auf LinkedIn aufbauen?

Während man dir auf Instagram – sofern du ein öffentliches Profil hast – einfach so folgen kann und auf der Explore Page somit deinen Post entdecken könnte, so ist es auf LinkedIn anders. Hier geht es darum echte Kontakte aufzubauen. Das hat zwei Vorteile.

  1. Jeder Kontakt folgt dir automatisch und siehst somit all deine Content Pieces
  2. Du kannst diesen Kontakt Nachrichten schicken und somit kommunizieren

Gerade im Business – und somit leider auch auf LinkedIn – verstehen das viele komplett falsch. Sie nutzen die Kontaktfunktion dafür, um dir sofort eine Nachricht zu schicken, wie toll sie sind und wie toll ihr Produkt oder ihre Dienstleistung ist.

Auf Instagram hat es sich mittlerweile irgendwie breit gemacht, dass man Voice Messages schickt, um zu betonen, dass man keine Copy & Paste Vorlage verschickt. Aber sorry Leute: das funktioniert auch nur bei den ersten zwei, drei Voice Messages die du bekommst – danach hat auch jeder das Spiel durchschaut.

Ich nehme keine fremden Voicemessages mehr an, die von irgendwelchen B2B Beratern, Trainern usw. kommen, weil es sich sowieso nur um ein Angebot handelt und kein echtes Networking ist.

Nicht falsch verstehen: jeder will verkaufen und jeder hat ein Produkt oder eine Dienstleistung. Absolut ok. Social Media macht das auch einfach – aber so wie ich auch nicht auf die Idee kommen würde, einen Heiratsantrag beim oder sogar vor dem ersten Date auszusprechen, so würde ich auch nicht in den sozialen Medien einfach nur Pitchen.

Natalia hat einen super Tipp für die Kontaktanfragen in ihrem Buch angeführt. Sie nennt das die 5-Schritte-Formel:

  1. Begrüßung
  2. Gemeinsamkeit herausheben
  3. In einem Satz sagen was du machst – ohne zu verkaufen
  4. Wollen wir uns verbinden? (Stelle eine Frage! Nicht -> lass uns austauschen, sondern: wollen wir uns austauschen?)
  5. Verabschiedung

That’s it. So einfach ist es, neue Kontakte anzuschreiben und in das eigene Netzwerk einzuladen.

Und dann wichtig: Auch dann nicht gleich verkaufen, sondern komm ins Gespräch. Ich erlebe das so oft, dass ich auf LinkedIn Anfragen bekomme und dann passiert einfach nichts. Fang ein Gespräch an! Deine neuen Kontakte – auch jene, die dich nicht annehmen – schauen zumindest auf dein Profil, wie vorhin ausgeführt: auf deine Landingpage und wenn sie da etwas nützliches für sich entdecken, werden sie dich sowieso fragen, weil sie mehr über dich erfahren wollen und das ist dann der Zeitpunkt, wo du langsam beginnen kannst zu pitchen.

Das war’s wieder mit dieser Folge. Ich hoffe, du hast einige Punkte zum Umsetzen für dich mitgenommen. Danke, dass du wieder bis zum Schluss mit dabei warst.

Wie versprochen, jetzt noch die Überraschung: Ich habe Natalia eingeladen, damit wir mehr über Personal Branding und LinkedIn zu erfahren und wir haben gemeinsam eine Podcast Folge aufgenommen: Die nächste Folge ist also mit Dr. Nat dem LinkedIn Einhorn persönlich.

Abonniere also bitte diesen Kanal (iTunes), damit du die Folge nicht verpasst und lass mir bei der Gelegenheit gleich 5 Sterne da, damit andere ebenso den Podcast in die Sichtbarkeit bekommen. Vielen Dank.

Ich wünsch dir einen schönen Tag – eine schöne Woche. Viel Erfolg. Attacke!