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#006 – Personal Branding mit Dr. Natalia Wiechowski – Teil 2

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Attacke! – dem Podcast für Unternehmer, Selbstständige und für dich: Wenn du LinkedIn oder Xing vertreten bist oder es eben noch nicht bist. Wenn du erfahren möchtest, wie dir LinkedIn dabei helfen kann, neue Kontakte zu knüpfen und wie die eine Personal Brand helfen kann, besser wahrgenommen zu werden, dann ist diese Folge genau richtig für dich. Mein Name ist Michael – ich bin der Zeitvermehrer – schön, dass du wieder mit dabei bist!

hier geht es zum ersten Teil (meine Learnings aus Natalias Buch)

Ich freue mich heute ganz besonders, meinen Gast vorzustellen: Sie ist das LinkedIn Einhorn. Sie ist Expertin für LinkedIn und Personal Branding. Ich durfte sie, ich glaube, es war genau vor zwei Jahren in München bei Dirk Kreuters „Marketing Offensive“ kennenlernen. Sie hat damals zwei Tage lang die Bühne gerockt. Es war auch mein erstes Mal auf einer Online-Marketing Veranstaltung und für mich daher sehr prägend. Liebe Natalia, liebe Dr. Nat, herzlich willkommen.


Natalia: Vielen herzlichen Dank, Michael! Ach ja, die war Marketing Offensive. Da war ich das erste Mal auf einer deutschen Bühne – das erste Mal Deutsch gesprochen. Also wie gesagt, ich habe nicht nur eine Keynote gehalten von einer Stunde, sondern auch zwei Tage das Ganze moderiert. Selbst jetzt, wenn ich daran zurückdenke, fange ich an zu schwitzen. Das erste Mal auf Deutsch. Und das war vor zwei Jahren. Das heißt, ich hatte zehn Jahre lang kein professionelles Deutsch mehr gesprochen. Das war eine Erfahrung.

Michael: Das habe ich gar nicht gemerkt.

Natalia: Danke schön. Einige meinten so: für eine Kanadierin ist ihr Deutsch doch sehr gut, Frau Dr. Wiechowski.

Michael: Für alle, die dich noch nicht kennen, möchtest du dich vielleicht noch kurz vorstellen?

Natalia: Ja, sehr gern. Also ich komme ursprünglich aus Hannover, hab Sozialwissenschaften studiert. Habe nach meinem Studium festgestellt, dass ich raus muss aus Deutschland und hatte die Möglichkeit in den Emiraten zu arbeiten und hab dort unterschiedliche Sachen ausprobiert, bevor ich mich in die Selbstständigkeit gewagt habe und das ist eine ganz lange Geschichte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir gleich darüber sprechen. Letzten Endes habe ich für mich festgestellt, dass ich meinen eigenen Weg gehen muss. Und das mache ich heutzutage als Keynote Speakerin, als Personal Branding Strategien, als LinkedIn Beraterin oder ein Autorin. Und ja, mir geht es eben darum, dass ich den Leuten beibringen kann, wie nutze ich organisches LinkedIn Marketing und Lead Generation, um dein Business auf die nächste Ebene zu skalieren und auch dadurch, dass du deine Nachricht teilst und dich authentisch in der Welt darstellst, die Gesellschaft ein bisschen besser machst.

Michael: Ich wollte noch gratulieren. Ich hab gesehen, du hast gestern vorgestern dieses Cabel Line in Dubai gemacht.

Natalia: lacht … Panik!

Leben in Dubai

Michael: Okay. Du lebst ja in Dubai.

Natalia: Genau.

Michael: Du hast damals auch auf der Marketing Offensive gesagt. Ihr sagt gar nicht Dubai. Ihr sagt Du-Buy.

Natalia: Ja, Du-baiiii.

Michael: Ist so ein Shopping Paradies? Ich war noch nie dort.

Natalia: Ja, also Dubai ist eine Stadt der Superlative. Also Leute, die hier sind, die sind hier, weil sie groß denken, weil sie groß bauen, weil sie groß einkaufen. Alles ist wirklich think bigdo big.

Es ist eine Stadt, in der es jeden – so gefühlt alle zwei Wochen – irgendwie einen neuen Weltrekord gibt. Es gibt das größte Gebäude und das längste Gebäude und den schnellsten Wagen und den effizientesten Wagen und die Ecofriendliest Mall und wie auch immer. Es gibt so eins nach dem anderen und ich finde das beeindruckend. Zeigt nicht nur, was wirklich alles möglich ist, wenn du dich wirklich hinsetzt, planst und dann machst. Sondern auch die Stadt inspiriert dich, anders zu denken.

Und sie ist extrem gut in der Selbstvermarktung. Also ich arbeite ja im Branding, im Personal Branding. Ich hab mir eine Menge von Dubai abgucken können, wenn es um das Thema PR und Marketing geht. Also insbesondere die die offiziellen Filme, die herausgegeben werden oder publiziert werden von Dubai Tourism und MideB, X-Lain und Dubai X und wie sie alle nicht heißen. Sensationell. Das ist zum Teil wirklich Hollywood reif. Und dann merkst du, wie geschnitten werden muss, wie Geschichten erzählt werden. Also da kann man eine Menge lernen.

Michael: Was hat dich bewogen, nach Dubai zu gehen?

Natalia: Das war eine lange, lange Geschichte. Während des Studiums ist mir gesagt worden, dass ich unbedingt ins für ein Semester ins Ausland gehen muss und da dachte ich mir okay, cool. Und die meisten meiner Freunde gingen dann irgendwie ins Ausland für einen Open Semester oder wie auch immer. Und die kamen alle zurück und waren erstens hoch verschuldet und zweitens mussten sie dann noch ein oder zwei Semester länger studieren.

Das ist so überhaupt nicht im Einklang mit meinen Werten. Und ich war auf dem höchsten Niveau meiner Tanzkarriere damals. Und ich wusste, dass, wenn ich jetzt irgendwann ins Ausland gehe und für meinen Lebenslauf lebe – ich werde mich hassen, wenn ich 30, 40 oder 50 bin. Deswegen habe ich so ein Pakt geschlossen mit dem Universum, einer höheren Intelligenz, Gott wie auch immer und gesagt: „hör mal zu. Ich studiere hier. Ich studiere so schnell wie ich kann. Aber der erste Job wird – also der erste Job, nachdem ich mein Studium fertig habe –, wird im Ausland sein und es ist mir egal, was es ist. Ich schwöre dir, ich werde es annehmen. High five high five cool.“ Und es hat geklappt.

Also während ich wirklich im letzten – im siebten Semester meines Studiums – war und an meiner Doktorarbeit geschrieben habe, habe ich ein Angebot erhalten aus dem Emirat Abu Dhabi, aus der Stadt AllEighn für ein Projekt, das drei, dreieinhalb Jahre lang sein sollte. Und ich dachte mir „Hey, großartig, danke. Hat funktioniert.“ Und hab das natürlich angenommen, als ich dachte: Wer, wer hat die Möglichkeit, so schnell vom Studium in den Beruf zu wechseln? Insbesondere mit, mit einem Diplom der Sozialwissenschaften und als Frau. Mir ist gesagt worden, damals also Frau Wiechowski, Sozialwissenschaften, also den letzten Schein, den Sie machen, ist der Taxischein und dann auch noch als Frau!

Ah, ich sehe ja vielen Dank. Sehr positiv. Sehr aufbauend. Anyway. Und deswegen hab ich gesagt, ich mache das mit. Ich nehme das mit. Und aus den dreieinhalb Jahren kam dann der nächste Job und der war nochmal zweieinhalb Jahre. Und dann kam sie, die 29 oder die große 30 und da hatte ich so meine Early Life Crisis, in der ich eben festgestellt habe, ich muss mal ganz von vorne anfangen. Ich bin nicht ehrlich zu mir selbst. Ich bin nicht ehrlich zu anderen Menschen. Ich ich lebe ein Fake Leben, um andere glücklich zu machen. Aber die Person, die am wenigsten glücklich und am wenigsten gesund ist, bin ich und habe danach eben festgestellt, dass ich – vollkommen egal wo ich lebe – Hauptsache ich habe irgendwie eine halbwegs stabile Internetverbindung und irgendwie sowas wie Freedom of Speech. Alles andere ist egal.

Michael: Würdest du dich heute nochmal dafür entscheiden. Also, für Dubai?

Natalia: Absolut, absolut. Also es gibt hier so viele spannende Aspekte, über die die meisten Leute nicht reden bzw. die Art und Weise, wie der Nahe Osten in den Medien dargestellt wird, ist meines Erachtens nicht ganz korrekt, wenn ich das so darstellen darf. Also insbesondere die Emirate sind … sind ein ganz anderes Land, ist unglaublich tolerant. Es ist ein Expat-Land. Also 50 Prozent aller Leute die hier leben sind nicht Emiratis. Das heißt Leute kommen von überall her. Es ist so sicher wie nirgendwo sonst. Es ist insbesondere spannend, wenn du deine eigene Firma hier aufbaust, weil wir hier keine Einkommenssteuer haben und nur 5 Prozent VAT (Anmerkung: Umsatzsteuer). Also du hast permament die Sonne. Es ist jede Woche irgendwie was Neues da, was du erkunden kannst. Neues Museum, Neue Galerie, neues Restaurant, neues Hotel. Wie gesagt, neuer Weltrekord. Und wenn du diesen Lebensstil magst, dann ist das definitiv eine großartige Stadt Dubai bzw. auch das Emirat.

Selbstständigkeit

Michael: Du hast vorhin gesagt, dass du nach deinem Dreissiger sozusagen diesen Change für dich hattest. Gab’s da noch einen speziellen Auslöser? Oder war das dann für dich: Ok, Du machst dich jetzt selbständig.

Natalia: Was war der Auslöser? Der Auslöser war: Ich war 29 und hatte alles auf dem Papier erreicht, was Mann oder Frau so erreichen sollte in dem Alter. Und Leute nahmen mich als „glücklich“ – wie sagt man? – „erfolgreich“ wahr. Aber die Person, die ich im Spiegel sah. Also wenn ich mir wirklich ganz ehrlich in die Augen geschaut habe und in den Spiegel geschaut habe. Mir ging es so schlecht. Ich hätte am liebsten in den Spiegel eingeschlagen oder aber angefangen zu weinen. Und weil dieser Schmerz so groß war, habe ich einfach irgendwann nicht mehr in den Spiegel geschaut. Ich weiß, klingt total beknackt.

Ich glaub im Nachhinein, dass ich durch so eine milde Depression gegangen bin. Und war halt auch permanent im Krankenhaus mit ganz üblen Schmerzen. Und kein Arzt wusste, was es war. Und letzten Endes meinte einer von denen: „Es kann sein, dass sie das auch irgendwie selbst erschaffen.“ Und ich dachte: „wie auch immer!“ und irgendwann kam so der große Zusammenbruch und ich dachte: „Ich kann einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich hasse meinen Job. Ich mag mich selbst nicht.“ Das Leben macht keinen Sinn. Ich bin permanent irgendwie nur am Feiern oder Einkaufen und es ist alles so hedonistisch. Es ist nicht nachhaltig, es ist nicht tief genug. Ich habe das Gefühl, dass ich meine Lebenszeit und mein Wissen verschwende. Für mich war ich einfach eine Ressourcenverschwendung. Es war so boah. Also ich nutze eine Menge Sauerstoff, und wandelt es in CO2 um. Großartig.

Genau da habe ich festgestellt: Okay, ich muss meine Hausaufgaben machen. Und hab dann mein Job gekündigt – Mich neun Monate lang eingesperrt in meiner Wohnung und dann alles umgestellt. Also meine Ernährung. Ich habe angefangen zu meditieren. Habe hart daran gearbeitet und eine Liste erstellt mit all den Dingen, die ich mal machen wollte und das dann Stück für Stück probiert.

Weil was war die Alternative? Zurückgehen nach Deutschland und irgendwie keine Ahnung: Arbeitslosengeld beantragen? Voll nicht. Okay. Geheiratet werden und Luxus-Weibchen sein? Überhaupt nicht so mein Stil. Okay, die letzte Option war entweder so was wie Freelancing, oder die eigene Firma gründen. Und die eigene Firma gründen, das hab ich mir nicht zugetraut.

Ich mache mal dieses Freelancing, von dem alle sprechen und das hab ich eineinhalb Jahre gemacht. Das ging auch eine ganze Zeit lang gut, bis ich festgestellt habe. Geht nicht. Also, der Ruf, das Image, die Reputation ist insbesondere hier in den Emiraten … Viele Leute zahlten auch nicht. Und ich hatte nicht das Geld, um vor Gericht zu gehen. Es war mir einfach alles zu doof. Und dann hab ich eben festgestellt: Okay, der letzte Schritt ist dann eben wirklich, die Firma zu gründen. Und das war das Beste, was ich je getan habe. Aber ich sag dir, ich hab Tage sehr schlecht geschlafen und mir die Frage gestellt, ob das die richtige Entscheidung war.

Michael: Glaube ich. Ich glaube, es geht vielen Unternehmen und Selbstständigen so. Dieses: War es die richtige Entscheidung?

Natalia: Absolut.

Michael: Was waren so die Herausforderungen auf dem Weg von der Entscheidung: „Ich mach das jetzt!“ bis hierher. Gab’s da Ein, zwei Punkte wo du sagst …

Natalia: Ja, es gab so viele. Also bei mir ist es so. Ich komme aus einem Haushalt oder aus einer Familie, in der meine Eltern für andere gearbeitet haben und sie waren eingestellt. Das heißt, keiner kommt irgendwie aus einem Unternehmer-Hintergrund. Ich hatte null unternehmerisches Denken – was ich sehr wichtig ist, wenn du deine Firma aufbaust. Das heißt, das musste ich mir wirklich über Tränen und Fehler erarbeiten – uhhh … war das schmerzhaft! Und ich hatte total verkorkste Glaubenssätze zum Thema Geld. Da musste ich echt mit einer Psychologin und einer Hypnose Therapeutin dran und diese falsche Glaubenssätze aufarbeiten.

Ich musste lernen zu delegieren. Oh, das war extrem schwierig. Ich habe zum Teil ich glaub 16, 18 Stunden Tage gehabt. Bescheuert! Sieben Tage die Woche! Weil ich fest davon überzeugt war, dass niemand es so gut macht wie ich. Alles mach ich am besten und überhaupt niemand wird sich so viel Mühe geben und das auch richtig erledigen. Bevor ich das jemandem erkläre, dann mach ich es lieber selbst. So ein Schwachsinn! Also auch da brauchte ich die Hilfe eines Coaches um loszulassen und diesen Kontrollwahnsinn einfach von mir. Ja, um loszulassen und um delegieren zu lernen. Das war eine große Hürde.

Das sind nur die ersten Dinge, die mir einfallen: Delegieren, Loslassen, das Unternehmer-Mindset aufbauen, lernen Pausen einzulegen. Ah, das war schwierig. Also ich musste lernen, dass Pausen bzw. Wochenenden oder auch mal zwei Tage Kurzurlaub, selbst wenn auf Balkonien ist – ist ja vollkommen egal –, dass das nicht das Gegenteil von Arbeit ist, sondern ein Element von Arbeit. Und wenn du das nicht machst, kommst du nicht in den Fluss und du arbeitest dich wund, du arbeitest dich krank, du arbeitest dich, … Es ist schlimmer als für jemand zu arbeiten, den du hasst, weil du erstellst diesen eigenen Käfig oder so ein eigenes Gefängnis. Ist echt nicht schön. Nee.

Michael: Du hast es ja grade gesagt mit „Delegieren“. Ich glaube, viele haben dieses bei „selbst“ und „ständig“. Also dieses Thema mit „Zeit gegen Geld tauschen“. Jetzt bist du Speaker, Coach, Keynote Speaker. Da bist du doch zu einem gewissen Grad auch immer wieder „selbst“ und „ständig“, oder?

Natalia: Ja. Allerdings habe ich mir … das ist so witzig! Also: Ich wusste, dass ich kein Office haben will und ich möchte keine Festangestellte haben.

Lass‘ mich mal anders anfangen. Ich habe, als ich in diesem Sabbatical war, mir die Frage gestellt: Was in aller Welt, mache ich mit meinem Leben? Und dann bin ich über ein Konzept gestolpert. Das habe ich von Lewis Howes gehört und er nennt es Lifestyle-Entrepreneurship. Also Lebensstil-Unternehmertum. Und ich dachte, was ist den das schon wieder ein amerikanischer Blödsinn? Aber okay, ich schaue mir das mal an.

Und er hat sich die Frage gestellt: Wie möchte ich leben? Wie sieht mein perfekter Alltag aus? Und was für ein Business Konzept muss ich entwickeln, um diesen Lebensstil und dieses Leben nicht nur aufrechtzuerhalten? Also nicht nur zu leben, sondern auch über die Jahre aufrechtzuerhalten.

Und diesen Gedanken habe ich nirgendwo anders gehört. Und darauf basierend habe ich dann mein Business-Konzept aufgebaut –basierend auf: Was macht mir Spaß? Worin bin ich gut und womit kann ich Geld machen? Und ich wusste, es wird kein Office. Ich will niemals Leute fest einstellen. Ich möchte allerdings mit Selbstständigen und Freelancern arbeiten, die ein Teil der Marke sind und die auch – die ich wirklich behandle wie mein Team – mit denen ich täglich in Kontakt bin. Aber sie können arbeiten, wann sie wollen, von wo sie wollen, wie lange sie wollen. Hauptsache, die Arbeit wird erledigt. Ich hab mir eben Leute in mein Team geholt, die extrem flexibel sind.

Und ich habe mir meine Kunden so erzogen, dass ich wirklich die Herrin meiner Zeit bin. Also wenn ich coache, dann coache ich, wenn ich speake dann speake ich. Klar, das kann man irgendwie nicht outsourcen, aber das macht mir auch Spaß. Da bin ich im Fluss. Da bin ich in meinem Element. Aber alles um das herum, dass ist delegiert. Und da kommen die Leute auch zum Teil nicht an mich ran! Da müssten sie erst mal an meinen, ich sag mal virtuellen Boxern oder Türstehern vorbei, die das alles für mich regeln. Und das war am Anfang sehr schwierig, weil ich Angst hatte, dass Leute denken, ich bin eine Diva, oder glauben, ich bin was Besseres. Aber heutzutage ist es eher so, dass sie sagen: „Wow, sie ist schon auf dem Niveau, dass sie das nicht alleine machen muss.“ Das heißt, Leute feiern das und respektieren das – extrem spannend.

Personal Branding mit LinkedIn

Michael: Ich habe ja vorhin, eingangs erwähnt: Du stehst für Personal Branding und für LinkedIn. Du nennst dich selbst das LinkedIn Einhorn. Wie kam es denn dazu?

Natalia: Das war ein Artikel, den ein Freund einer Freundin geschrieben hat. Und zwar war das für das Inc. Magazin und dieser Herr Larry – für ihn ist alles immer Einhörner. Also sein Lieblingsspruch ist: Sei ein Einhorn in einem See voller Esel. Und er hat dann diesen Artikel geschrieben und hat elf Leute interviewt und ich war einer davon. Und er hat eben die Frage gestellt: Was ist dein bester LinkedIn Marketing Tipp? Und er nannte den Artikel dann: „Elf LinkedIn Marketing Einhörner teilen ihre besten Geheimnisse“ oder wie auch immer. Und ja. Also irgendwie wurde der Artikel dann publiziert und ich hab mir das angeguckt. Und niemand dieser anderen zehn Leute hat den Begriff LinkedIn Einhorn marketingtechnisch ausgeschlachtet. Und ich dachte: Warum? Das ist so eine Steilvorlage. Warum nützt ihr das nicht?

Und dann dachte ich: Oh ja, dann mache ich das doch einfach. Und bin dann wirklich hier in einem groß in so ein großes Mall gefahren und hab überlegt: Was mache ich? Einhorn? Einhorn, Einhorn. Und bin dann über einen Flausch Einteiler gestolpert. Grottig, so weißes Plüsch mit so blauen Elementen. Ich glaube, das tragen Kinder normalerweise damit zum Schlafengehen. Habe das Ding gekauft, hab mich zu Hause hingestellt, hab ich glaube, zahlreiche Videos gefilmt. Brauchte dann einen Monat um das ganze hochzuladen. Weil ich Angst hatte, was die Leute sagen werden. Ob nie wieder jemand mit mir arbeiten wird. Hab’s dann aber irgendwann wirklich unter Schweißausbruch und Adrenalin Schüben geschafft diesen „publizieren“-Knopf zu drücken und saß dann so da und es ist nichts passiert. Die Leute haben es gefeiert ohne Ende. Seitdem bin ich halt Dr. Nat, das LinkedIn Einhorn.

Michael: Ich bin auch gerade in diesem Thema. Für mich ist es auch gar nicht so einfach. Vor allem die Frage: Wo fängt man überhaupt an? Wie startet man so eine Personal Brand? Was ist da deiner Meinung nach zu beachten? Was sollte man genau an der Position tun?

Natalia: Also erstens nach innen schauen. Eine Personal Brand muss authentisch sein und sie muss online und offline dieselbe Brand sein und du kannst nicht – oder du solltest bitte nicht, oder bitte vermeide es – online eine Persona darzustellen, die nichts mit der Person zu tun hat, die du im echten Leben bist.

Das ist mir aufgefallen. Das ist mir bewusst geworden, als ich hier in Dubai bei irgendwelchen Events, bei einem Konzert oder bei meinem Retreat war – und ich stehe irgendwo und jemand schreit da: Dr. Nat! Okay! Hey, woher kennen wir uns? Ja, wir kennen uns nicht. Aber ich bin einer deiner 90.000 Follower auf LinkedIn. Ich sage Hey! Und dann haben wir mal gesprochen. Und der zweite, dritte oder vierte Satz ist jedes Mal: „Wow, du bist ja im echten Leben genauso wie online.“ Und ich dachte immer: Eh …? Was meinst du? Und dann erzählen sie mir: Ja so! Ich meine, guck dir mal diese Influencerin an oder den Influencer. Aber wenn du dich auf Instagram, dann guckst du doch immer, dann sind die so perfekt. Da sind die, da und das ist im echten Leben nicht so. Und die sind unhöflich. Die interessieren sich nicht für Menschen. Sie sind gar nicht so witzig oder gar nicht, so offen, wie sie sich darstellen.

Also guck nach innen. Was meine ich damit? Werde dir darüber im Klaren über so Fragen wie: Was ist mir wichtig? Wofür stehe ich? Wogegen stehe ich? Was für Probleme löse ich? Ich glaube, jeder Job löst irgendwelche Probleme. Wer ist meine Nische? Oder wem möchte ich helfen? Wie möchte ich wahrgenommen werden? Was sind die Gefühle, die ich in Leuten triggere, wenn sie mit meiner Brand in Kontakt kommen? Was sind die Farben, die ich nutze? Noch so vieles mehr! Das sind so die ersten Dinge. Und wenn du diese Fragen beantwortet hast, dann hast du eine ganz stabile Grundlage und alles andere: Das sind dann so Schoko Streusel, und keine Ahnung Glitzer, Feenstaub on top. Aber krieg‘ erst einmal diese Grundlagen gebacken, weil dann hast du wirklich ein solides Fundament, auf der du deine Brand bauen kannst. Dann hast du auch eine nachhaltige und eine authentische Marke. Und das ist mir extrem wichtig. Wenn ich bei meinen Kunden zusammenarbeite.

Michael: Als Personal Brand, hast du gesagt: Geh nach innen. Also man hat sich selbst … eigentlich stellt man sich auch zu einem gewissen Grad selbst in den Mittelpunkt. Was rätst du jemanden, der sich genau in dem Punkt schwer tut, seine eigenen Stärken hervorzutun und sich in den Mittelpunkt zu stellen und über seine Erfolge zu reden?

Natalia: Arbeite mit einem Coach oder mit einer Beraterin daran, weil meistens hat es irgendetwas zu tun mit: Ich bin nicht genug. Ich bin noch nicht gut genug. Ich bin zu jung, ich bin zu alt. Ich bin zu fett. Ich bin zu hässlich. Ich bin eine Frau. Ich bin ja kein richtiger Deutscher. Ich bin. Ich könnte eine Liste aufsetzen von 50 falschen Glaubenssätzen. Und viele davon musste ich auch erstmal abarbeiten, bevor ich wirklich bereit war.

Also ist es meistens entweder eine Angst basierend auf völligen Schwachsinn, den unser Verstand irgendwie so permanent … Wir haben ja alle diesen kleinen komischen Menschen in unserem Kopf sitzen, der den ganzen Tag alles bewertet und permanent uns erzählt, wie schlecht wir sind und dass wir das nicht verdient haben.

Also, dass man einmal sich damit auseinandersetzt und dann auch mit falschen Glaubenssätzen. Weil, wenn du das aus dem Weg räumst, dann wirst du schneller an dein Ziel kommen. Eine Metapher dazu, die mir einfällt, ist: Viele Leute versuchen zu fliegen und die kommen zu mir und wollen sofort fliegen. Und ich sage: Du, bei all meinen Respekt, du kannst noch nicht einmal laufen. Dein Gehen – Ah, um ehrlich zu sein, bist du am Kriechen. Und nicht nur das! Basiert auf der Wortwahl, die du wählst, bist du am Kriechen und du hast auch noch einen Rucksack mit 15 Kilo Steinen auf dem Rücken wie in aller Welt. Willst du, dass ich dir das Fliegen beibringen? Ich leite diese dann immer weiter an Coaches, Psychologen, Therapeuten oder wer auch immer da am besten helfen kann.

Und das ist die Grundlage. Aber das wollen die meisten nicht wahrhaben. Die meisten Leute glauben, ich mache mal so ein bisschen Content. Ich mach mir mal so ne blaue Brille und dann mach ich mal so ein bisschen Videos und na gut.

Ich arbeite seit sechs Jahren jeden Tag an meinen Glaubenssätzen, an meinem Mindset, an meinem Selbstwertgefühl, an meinem Selbstbewusstsein. Das ist knallharte Drecksarbeit, zum Teil. Aber nur so kommt man nach vorne und jede erfolgreiche Person national und international würde dir genau dasselbe erzählen. Ob das nun ein Christian Bischof ist oder Bodo Schäfer oder Dirk Kreuter. Diese Menschen haben jahrelang in sich selbst, in ihrem Mindset und in ihr Inneres investiert. Und sie haben Erfolg, weil sich das was sie im Innen haben, dann im Äußeren spiegelt.

Also ich glaube auch, dass deine Realität und das um dich herum, wirklich zum Teil ein Spiegelbild von dem ist, wie es bei dir im Inneren aussieht. Und wenn alles um dich herum einfach nur Zerstörung und negativ ist, gibt’s eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass du im Inneren mit dir selbst nicht im Einklang bzw. im Krieg stehst. Und das ist nicht bescheuert, verrückt, behindert – wie auch immer du das labelst – Einige Leute benutzen ganz grausame Wörter – Das ist ein Teil unserer Sozialisierung oder Sozialisation und Erziehung. Und es gehört einfach zum Menschsein dazu. Aber wir lernen das nicht in der Schule, wir lernen das nicht an der Universität. Wir lernen das nirgendwo, dass es ist etwas, für das wir selbst zuständig sind. Aber die wenigsten Leute trauen sich, das anzufassen, weil es halt eben mit Schmerz verbunden ist. Wir, wir mögen Schmerz nicht. Wir tun alles, um Schmerz zu vermeiden. Aber … wo wachsen wir? Außerhalb der Komfortzone! Und das heißt halt eben: Schmerz.

Michael: Wenn wir jetzt Personal Brand bauen, wenn wir damit angefangen haben, wenn wir das alles hinter uns haben. LinkedIn, ist das ein Turbo dafür kann mir das helfen. Fange ich damit an?

Natalia: Absolut. Also ich meine, okay, wir haben im Inneren gearbeitet. Dann würde ich noch so ein bisschen am Äußeren arbeiten. Also so Sachen wie: Habe ich die richtige Frisur? Ist bei dir jetzt vielleicht nicht so wichtig. Aber den Bart, den ich habe, steht er mir ja oder nein. Sehe ich jung aus? Dann würde ich mir einen Bart wachsen lassen. Sehe ich zu alt aus? Dann würde ich vielleicht den Bart abrasieren. Ist der Schnitt wie gesagt gut. Bei Frauen würde ich mir mal das Make up angucken. Dient dir das oder lohnt es sich mal ein Make up Kurs zu investieren? Was trägst du? Kleider machen Leute. Das ist nichts Neues. Ich weiß, dass sich insbesondere viele konservativer Gegenströmung sagen: Ach, das ist doch total oberflächlich. Nimm mich, wie ich bin. Es geht nur um die inneren Werte. Das ist genauso wie ihr Geschmack. Also schön.

Bewerte ein Buch niemals basierend auf dem Umschlag. Aber welche Bücher werden gekauft? Die mit dem besten Umschlag und Cover. Und das ist genauso bei Menschen. Der erste Eindruck zählt. Das heißt, was kannst du an dir außen optimieren? Dass du dich selbstbewusster fühlst, dass du dich schöner fühlst, dass du dich machtvoller fühlst, die Art wie du wahrgenommen werden möchtest.

Wenn wir das gemacht haben, dann können wir auf LinkedIn hingehen und da fangen wir einfach an mit einem LinkedIn Profil, dass wir das optimieren. Und dann geht’s in die nächsten Schritte, wie z. B. das Netzwerk aufbauen, Content erstellen, Leads generieren und dann sprenkeln wir noch so ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit drüber.

Vorteile LinkedIn vs. Xing

Michael: Warum nicht Xing? Wir sind im deutschsprachigen Raum.

Natalia: Weil Xing, so wie ich es wahrnehme, eine ganz andere Zielgruppe bedient. Xing gehört zu Burda Gruppe. Die Burda Gruppe ist Medien orientiert. LinkedIn gehört zu Microsoft und ist Technologie orientiert. XING hat Jobbörse.com aufgekauft – ist also eine Plattform, die sich eher mit Jobsuche befasst. Oder diese Leute anzieht. LinkedIn ist eine Plattform, auf der man eine Brand aufbaut, eine Personal Brand aufbaut, das eigene Netzwerk ausbaut. Etwas lernt. Content erstellt, sich verbindet. Leads generiert und so viel mehr. XING ist primär DACH-Region. LinkedIn ist International. Xing ist, wie gesagt eher dazu da, um Leute oder Talente zu finden. LinkedIn ist momentan die beste organische Plattform, wenn es um Content gehen wird. Wenn du Content Creator bist, dann ist LinkedIn ein Traum. Das heißt, relativ viele Leute sehen dein Content. Ohne dass du in Werbung investieren muss. Das sind so die Hauptgründe, weswegen LinkedIn.

Michael: Reicht eigentlich LinkedIn, wenn ich das jetzt professionell betreuen? Oder muss ich dann auf allen sozialen Plattformen vertreten sein?

Natalia: Also es hängt ein bisschen davon ab: Bist du eine One Man oder eine One Woman Show, dann fang bitte mit einer Plattform an. Wenn du von einem Investor eine riesen Geldspritze erhalten hast und vielleicht auch ein Team von 10 Leuten, dann können wir sagen: Okay, wir nehmen uns jetzt die 5 häufigsten oder 5 besten Social-Media-Plattform und machen, Boom einmal Content überall.

Aber die meisten Leute, die ich kenne, fangen von klein an und fangen auch alleine an. Da würde ich einfach wirklich zu raten. Fang an mit LinkedIn, also insbesondere mit dein Target-Audience da ist. Also, wenn deine Zielgruppe irgendwie 16 ist und weiblich, dann würde ich höchstwahrscheinlich nicht auf LinkedIn anfangen, sondern eher auf TikTok oder Instagram. Aber die meisten meiner Kunden haben halt eine Zielgruppe, die wesentlich älter ist. Mehr so in den Vierzigern und auch international und meistens auch mehr Männer. Dann ist LinkedIn wesentlich interessanter und genau da würde ich einfach mal mit dieser Plattform starten.

Und wenn du die verstanden hast und es läuft und jetzt kommt der Punkt: wenn du damit Geld machst. Bitte nicht einen LinkedIn Profil erstellen, um ganz viele Likes und Follower und clap clap und wie sie nicht alle heißen, aber dann ein wenig dazu in der Lage sein, die eigene Rechnung zu bezahlen. Das will ich vermeiden. Also stell sicher, dass du mithilfe der Plattform Leads generierst, dass du Kunden erhältst, dass das Geld reinkommt. Und dann nimmst du ein Teil des Geldes und stellst dir einen Freelancer ein, der dir auf LinkedIn hilft. Und dann schwingst du um zur zweiten Plattform.

Das könnte dann sein YouTube. Es könnte sein Twitter, Facebook, Instagram, TikTok, Pinterest, you named. Aber ich bin großer Fan von: Mach 1 mal richtig. Kommt die Kohle rein, dann das nächste. Es wird ähnlich funktionieren. Und je mehr Social-Media-Plattform du kennst, desto mehr musst du Parallelität sehen. Es geht dann letzten Endes nur um dieses Feintuning. Wie ist die Plattform interne, nennen wir es Kommunikationskultur. Dass du den Content dementsprechend ein bisschen umgestaltest. Meistens ist es so, dass du nicht ein Konto nehmen kannst und eins zu eins auf die andere Plattform postest. Ab und zu ist das möglich. Aber den meisten Fällen, insbesondere wenn du so große Unterschiede hast wie LinkedIn ubd z. B. TikTok – würde ich nicht so raten.

Michael: Ich glaube, da haben jetzt viele dann vielleicht einen Denkfehler. Ich glaube, die haben immer das Gefühl, sie müssen überall dabei sein, damit es funktioniert.

Vielleicht auch als Augenöffner für unsere Zuhörer: Kann ich wirklich allein nur mit LinkedIn meinem Business aufbauen? Du hast vorhin gesagt, du hast 90.000 Follower, glaube ich. Geht das, brauchst du jemand anderen? Oder brauchst du noch andere Netzwerke oder andere Kanäle? Kannst du wirklich tatsächlich deine Kunden alle von LinkedIn aufbauen?

Natalia: Es reicht! Also, wenn du sagst LinkedIn ist meine Haupt Social Marketing Plattform und du konzentrierst dich vollkommen auf dieses Tool. Großartig. Dann nehmen wir noch so andere Sachen, wie zum Beispiel einen. Was brauchen wir? Ich brauche eine Landing Page. So kannst du zum Beispiel auf Clickfunnels aufbauen und dann brauche ich vielleicht noch so einen Online-Buchungs Tool, wie z. B. einen calendly.

Das heißt, du nimmst noch ein paar andere Werkzeuge und die kombinierst du dann mit LinkedIn. Das heißt, du nutzt LinkedIn als eine Plattform, um Traffic zu generieren und die Leute auf diese Landing Page zu führen. Oder aber in deinen Kalender. Aber theoretisch brauchst du keine anderen Social Media Plattformen anzufangen. Es reicht wirklich aus.

Also es gibt. Was ist dein Name? Grant Cardone ist so jemand, der immer spricht von Omnipräsenz oder Garry Vee ist gefühlt auf 15 unterschiedlichen Social Media Kanälen. Ja und diese Leute haben Social Media Teams von 5 bis 7, 8 Leuten. Das sind sieben Leute Vollzeit. Und ich weiß gar nicht wie viele Copywriter und externe Freelancer und Videografen alle mit dabei sind, die nichts anderes machen als Social Media Content, um diese ganzen Kanäle zu bespielen. Das ist eine Massenproduktion. Es ist eine Fabrik.

Miss dich bitte nicht mit diesen Leuten, sondern fang‘ mit LinkedIn an, habe so ein paar andere Tools, damit das als ein geschlossenes Online-Marketing System funktioniert und schau mal wie weit du gehen kannst. Also das Spannende ist halt eben auch, dass man das alles organisch machen kann. Also als ich gesagt habe, ich mache 1:1 Coaching. Also als ich das Gruppencouching noch nicht hatte. Und als ich auch nicht mein Business skalieren wollte. Ging das extrem gut. Das hat mir vollkommen gereicht um einen guten Lebensstil zu haben.

Michael: Wenn ich auf LinkedIn starte, du hast ja vorhin gesagt Content! Ich kann mich noch erinnern, wie ich begonnen habe. Am Anfang hatte ich schon so das Thema. Wo nehme ich den Content her? Was soll ich da überhaupt posten? Und da ging ja auch diese Angst: Wenn ich einmal anfange? Was ist, wenn mir nach zwei Wochen die Ideen ausgehen? Wie ist das? Muss ich dann wirklich liefern? Wo komme ich zu meinem Content?

Natalia: Ich glaube, dass wenn es um das Thema Content geht, dass auch da unglaublich viele falsche Glaubenssätze bestehen. Das heißt, Leute stellen das Thema Kreativität und ich bin Kreativ auf ein Podest und sie glauben oder erwarten von sich auch, dass der erste Content, also das erste Stück an Content, was sie erstellen, dass das irgendwie mindestens viral gehen muss. Dass das 5 Millionen Leute gesehen haben müssen und dass das wahrscheinlich auch noch einen Oscar oder Bambi oder sonst was gewinnt.

Fang an, deine Reise zu dokumentieren. Gary Vee sagt auch, es gibt den Unterschied zwischen Dokumentieren und Kreieren. Also erwarte nicht, dass das erste Video großartig ist, sondern fange an, deine Geschichte zu dokumentieren mit einem Handy. Schieße Fotos, schreibe drei, vier Sätze und so kannst du anfangen. Stelle wie gesagt, dieses Kreativität, dieses Content erstellen nicht auf dem Podest, sondern schau dich aktiv in deinem Alltag und in deiner Umgebung um und stell dir die Frage, was hier ist inspirierend, was hier ist schön? Wozu kann ich eine Geschichte erzählen? Und jedes Mal, wenn du eine Idee hast, dann schreibst du es nieder. Und so hast du dann am Ende der Woche vielleicht acht oder zehn Sachen, die du toll fandest. Und es geht nicht darum, dass jedes Mal, wenn du die Idee hast, dass du diesen ganzen Content schreibst oder aufnimmst oder wie auch immer, sondern einfach nur in Stichworten. Und dann schreibst du den Content oder dann filmst du das Ganze. Also es geht darum, dass du sammelst und dann am Stück produzierst.

Michael: Ich hab mein LinkedIn Profil auch erst vor kurzem eröffnet. Ich hab mir dein Buch dazu geholt, um mir ein paar Tipps zu holen, wenn ich starte, was ich dazu machen soll. Ich hab auch deinen Online-Kurs mit Dirk Kreuter durchgearbeitet. Vielen Dank vor allem mal für die Tipps fürs Fotoshooting. Ich habe vor drei Wochen mein erstes Fotoshooting gehabt und hab mir da die Tipps rausgeholt. Vielen Dank!

Natalia: Ah, super vielen lieben Dank. Das freut mich, weil mich hat irgendwie jemand. Irgendjemand hat sich die Zeit genommen und mir auf Amazon eine unglaublich schlechte Bewertung geschrieben und meinte: das ist eigentlich nicht ein Stern sondern minus ein Stern. Das Buch ist so grottig und so schlecht. Sie schreibt ein ganzes Kapitel über, wie man ein Fotoshooting macht. So ein Schwachsinn braucht doch keine Sau. Und ich denk so: Alter, wann wurdest du das letzte mal gekuschelt. Es freut mich, dass das dir weitergeholfen hat. Das zeigt nochmals dass der Hater einfach wahrscheinlich einfach einen schlechten Tag hatte.

Michael: Eindeutig zu wenig gekuschelt. Okay, was ist, wenn ich jetzt keine Bücher lesen möchte und auch Online-Kurse vielleicht jetzt nicht so das Wahre für mich sind? Wie kannst du noch unterstützen?

Natalia: Ich habe einen LinkedIn Gruppen Coaching Programm auf die Beine gestellt. Das ist acht Wochen lang und da geht es halt darum, dass ich dir wirklich Schritt für Schritt an die Hand nehme und wir in einer Gruppe lernen, wie du eine Geschichte erzählst, wie du dein LinkedIn Profil baust, wie du dich positioniert.

Da geht es um Content, um Lead Generation und vieles vieles mehr. Und das tolle ist dann, dass ich halt wirklich mit dir interagieren muss und das ist die Arbeit, die mir am meisten Spaß macht. Und ich wirklich 1:1 mit Individuen zusammenarbeiten kann. Und mehr Infos dazu gibt es auf coachingwithnatalia.com. Einfach bewerben. Und wenn es klappt, dann sprechen wir bald und schauen, was wir zusammen machen können, um dein Business mit Hilfe von LinkedIn auf die nächste Ebene zu bringen.

Michael: Vielen Dank. Hat viel Spaß gemacht. Waren sehr viele interessante Informationen, glaube ich, dabei für unsere Hörer und Hörerinnen. Wenn man dich neben LinkedIn kontaktieren möchte, wo findet man dich überall noch?

Natalia: Auf Instagram. Auf Instagram gibt es insbesondere so Behind the Scenes, wenn es um das Thema Dubai geht. Viele Leute sprechen mich auf das Thema Dubai an. Wie lebt es sich hier? Was ist hier anders? Wie muss ich mir das vorstellen? Was gebe ich mein Bestes? Dass ich, wenn ich unterwegs bin, dass ich auch mal Sachen fotografiere oder Filme, von denen ich glaube, dass es sie so nicht in der DACH-Region gibt oder in anderen Städten in Europa. Dadurch gibt’s immer wieder tolle Diskussionen. Auf Instagram findet man mich unter: thinkNatalia.

Michael: Wunderbar. Vielen Dank.

Natalia: Ich danke dir. Hat Spaß gemacht.

Michael: Das war’s wieder mit dieser Folge. Danke, dass du mit dabei warst. Ich hoffe, du hast einige Punkte zum Umsetzen für dich mitgenommen. Denk daran, nimm immer nur zwei bis drei Ideen auf deine Todo-Liste mit, sonst kommst du nicht ins Handeln. Du findest alle Infos und Links zu dieser Folge in den Shownotes sowie auf meiner Website Attacke Punkt Show, Schrägstrich und die Nummer dieser Folge. Ein persönliches To Do habe ich am Ende noch für dich. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann gib mir bitte fünf Sterne, damit andere diesen Podcast ebenso in die Sichtbarkeit bekommen. Vielen Dank. Ich wünsche noch einen schönen Tag. Eine erfolgreiche Woche, viel Spaß beim Umsetzen und Attacke!

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